Zivilisten in Mariupol werden im Ukraine-Krieg von Russland gezwungen, weisse Armbänder zu tragen. Dadurch könnten Ukrainer sie für russische Soldaten halten.
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Ein russischer Soldat, erkennbar an seinen weissen Bändern, in Luhansk. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mariupol drohen Russen, Zivilisten zu töten, wenn sie keine weisse Armbinde tragen.
  • Dies ist die Kennzeichnung russischer Soldaten im Ukraine-Krieg.
  • Zivilisten könnten durch das Armband aber zum Ziel ukrainischer Scharfschützen werden.

In Mariupol befinden sich laut ukrainischen Angaben weiterhin bis zu 100'000 Zivilisten. Präsident Selenskyj warnte bereits, dass Russland sie deportieren oder für seine eigene Armee im Ukraine-Krieg mobilisieren könnte. Die Zivilisten in der umkämpften Stadt werden laut neueren Aussagen auch als «Köder» eingesetzt.

Wie der Berater des Bürgermeisters von Mariupol auf Telegram schreibt, werden Zivilisten von russischen Truppen gezwungen, weisse Armbänder zu tragen. Mittlerweile sei es keine Empfehlung der Besatzer mehr, teilt Petro Andriuschchenko mit. Die Russen drohten, das Feuer zu eröffnen, wenn sie Zivilisten ohne weisses Armband auf der Strasse sähen.

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Ukrainische Soldaten tragen zur Kennzeichnung im Ukraine-Krieg blaue Armbänder. - keystone

Im Ukraine-Krieg kennzeichnen sich die Soldaten mit verschiedenfarbigen Bändern am Oberarm oder Bein. Ukrainische Truppen tragen blaue, seltener gelbe Kennzeichnungen, russische weisse.

Davon will Russland nun laut dem Berater Gebrauch machen. «Russen nutzen Zivilisten als Köder, um ukrainische Soldaten aufzuspüren.» Denn sollte ein ukrainischer Scharfschütze eine Person mit weisser Armbinde sehen, könnte er sie für einen Feind halten. Es ist möglich, dass er dann das Feuer eröffnet und auch seine Position preisgibt.

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