Die Schlächter von Butscha sind für das grausame Massaker verantwortlich. Doch sie wurden im Ukraine-Krieg in den Tod geschickt und erleiden schwere Verluste.
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Die Schlächter von Butscha haben im Ukraine-Krieg erhebliche Verluste erlitten. - Twitter /@WarsArchives

Das Wichtigste in Kürze

  • Für das Massaker in Butscha soll die 64. Brigade der russischen Armee verantwortlich sein.
  • Putin will verhindern, dass die Soldaten vor Gericht aussagen.
  • Darum schickte er sie an die Donbass-Front.
  • Jetzt mussten die «Schlächter von Butscha» schwere Verluste einstecken.

Die 64. Brigade der russischen Armee wird im Ukraine-Krieg für das Massaker an Zivilisten in Butscha verantwortlich gemacht.

Doch Putin will verhindern, dass sie für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Darum schickte der russische Präsident die Truppe wieder an die Front – mitten in die härtesten Kämpfe um den Donbass.

Jetzt zeigen Bilder: Die «Schlächter von Butscha» haben erhebliche Verluste erlitten. Mehrere T-80-Panzer des berüchtigten Regiments wurden zerstört.

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Bilder zeigen die zerstörten Panzer der «Schlächter von Butscha».
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Die Truppe befand sich zum Zeitpunkt der Drohnenattacke auf einem Feld.
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Neben den Fahrzeugen sind auch die toten Körper der Soldaten zu erkennen.
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Die Schlächter von Butscha wurden an die Front bei Charkiw verlegt.
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Mutmasslich schickte Putin sie absichtlich in den Tod, damit sie keine Aussagen zu den Kriegsverbrechen in Butscha machen können.

Neben Personentransporten liegen auch die Leichen von Soldaten auf dem Boden. Das russische Regiment wurde von ukrainischen Drohnen beschossen, wie die «Daily Mail» berichtet.

Absurd: Die Truppen unter Oberstleutnant Azatbek Omurbekow wurden von Putin ausgezeichnet und als Helden gefeiert. Doch es wird vermutet, dass der Kremlchef sie danach absichtlich in den Tod schickte.

Charkiw wird im Ukraine-Krieg hart verteidigt

Die 64. Brigade wurde aus dem russischen Belgorod nach Charkiw versetzt. Dort stehen sie der 93. ukrainischen Brigade gegenüber.

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Omurbekows Truppe: Diese Soldaten sind im Ukraine-Krieg vermutlich für die Gräuel in Butscha verantwortlich. - Twitter

Die ukrainischen Soldaten, die einen ähnlichen Ruf haben wie das Asow-Regiment in Mariupol, sind auf Rache für Butscha aus. Diese scheinen sie jetzt bekommen zu haben.

Schlächter von Butscha an der Front statt vor Gericht

Anfang April formierte der russische Machthaber seine Truppen neu. Doch bereits da waren alle Augen auf die «Schlächter von Butscha» gerichtet: Ihnen werden im Ukraine-Krieg Gräueltaten wie die Vergewaltigung, Folter und Ermordung hunderter Zivilisten in Butscha vorgeworfen.

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In Butscha bot sich nach dem Abzug russischer Truppen ein schreckliches Bild.
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Omurbekows Truppe: Diese Soldaten sind im Ukraine-Krieg vermutlich für die Gräuel in Butscha verantwortlich.
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Satellitenbilder beweisen, dass einige Leichen in Butscha bereits seit fast zwei Wochen auf den Strassen lagen.
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Ein Massengrab in Butscha.
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Gemeindemitarbeiter in Butscha sammeln die Toten ein.

Das Massaker wird als Kriegsverbrechen untersucht. Die russischen Soldaten des 64. Regiments könnten als Zeugen verhört oder auch angeklagt werden.

Analysten und auch der ukrainische Geheimdienst hatten bereits zuvor mit einer Verlegung an die Front gerechnet. Dies berichten verschiedene Medien. Soldaten, die an Kriegsverbrechen beteiligt waren, dürfen die russische Armee nicht verlassen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit für einen Gerichtsprozess kleiner.

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