Im Ukraine-Krieg sieht Russland nach den jüngsten Verhandlungen in der Türkei auch Belarus weiter als möglichen Vermittler.
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat Staatsmedien zufolge am Freitag in Minsk mit Nachdruck eine Beteiligung seines Landes am Krieg gegen die Ukraine bestritten. Foto: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat Staatsmedien zufolge am Freitag in Minsk mit Nachdruck eine Beteiligung seines Landes am Krieg gegen die Ukraine bestritten. Foto: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa - sda - Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Alexei Nikolsky
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Das Wichtigste in Kürze

  • Russland sieht Belarus weiterhin als zentralen Vermittler im Ukraine-Krieg.
  • Das hat die russische Regierung am Freitag erneut betont.
  • Kürzlich verlangte der belarussische Machthaber Lukaschenko eine Teilnahme an Gesprächen.

Belarus ist für Russland weiterhin ein zentraler Vermittler im Ukraine-Krieg. Das hat die russische Regierung am Freitag erneut betont.

«Wir sind dafür, dass unsere belarussischen Freunde weiterhin eine positive Rolle in den russisch-ukrainischen Verhandlungen spielen. Und Belarus ist eine hervorragende Plattform für die Fortsetzung solcher Verhandlungen», sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau.

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Der russische Aussenminister Sergej Lawrow. - Keystone

In Belarus hatte Machthaber Alexander Lukaschenko zuvor eine Teilnahme an den Gesprächen verlangt. Ohne sein Land sei keine Lösung möglich, meinte er. Lawrow schloss zwar auch andere Verhandlungsorte nicht aus, machte sich aber zugleich für Belarus als Sicherheitsgaranten der Ukraine stark.

Die ersten russisch-ukrainischen hatte es in Belarus gegeben. Die Ukraine sieht Belarus nicht mehr als neutralen Vermittler, da es auch Angriffe von dortigem Gebiet aus gab.

Minsk wollte friedliche Lösung vor Ukraine-Krieg

Minsk war in der Vergangenheit Gastgeber der Verhandlungen um eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Die Minsker Abkommen von 2014 und 2015 sollten den Konflikt im Donbass beenden. Sie sollten die Wiedereingliederung der prorussischen Separatistengebiete in die Ukraine ermöglichen.

Als der russische Präsident Wladimir Putin Ende Februar Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten anerkannte, galt das Abkommen als gescheitert. Danach befahl Putin einen Einmarsch der russischen Armee zum Schutz der Gebiete.

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