Wladimir Putin schickt seine Truppen wohl unvorbereitet in die nächste Offensive im Ukraine-Krieg. Es droht eine Zermürbung, glaubt der britische Geheimdienst.
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Russlands Präsident Wladimir Putin. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hafenstadt Mariupol befindet sich nun unter russischer Kontrolle.
  • Der Widerstand habe die Russen aber enorm geschwächt, so der britische Geheimdienst.
  • Mit weiteren Offensive riskiere Putin nun eine Zermürbung seiner Truppen.

Nach den Gefechten in Mariupol riskiert Moskau nach Einschätzung britischer Geheimdienste eine weitere Zermürbung seiner Streitkräfte im Ukraine-Krieg.

Der ukrainische Widerstand in der Hafenstadt Mariupol seit Beginn des Krieges habe die russischen Truppen enorm geschwächt, hiess es am Freitagmorgen in einem Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums.

Moskau schickt Truppen wohl unvorbereitet in Offensive im Ukraine-Krieg

Der Wiederaufbau und die Neuausstattung der Streitkräfte könne sich, wenn man ihn sorgfältig durchführe, länger hinziehen, so die Briten. Da russische Kommandeure jedoch stark unter Druck stünden, sichtbare Erfolge zu erreichen, sei es wahrscheinlich, dass Moskau seine Truppen ohne angemessene Vorbereitung in seine Offensive in der Donbass-Region schicke. Dies riskiere, die Soldaten weiter zu zermürben.

Glauben Sie an ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs?

Nach russischen Angaben haben sich seit Wochenbeginn 1730 ukrainische Bewaffnete ergeben, die sich in den Bunkern unter dem Stahlwerk in Mariupol verschanzt hatten.

Ukraine-Krieg Azovstal
Ukraine-Krieg: Blick auf das Azovstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol. - dpa

Sie seien in Kriegsgefangenschaft genommen worden, hiess es. Auch die Briten sprachen von rund 1700 ukrainischen Soldaten, die sich wahrscheinlich ergeben hätten. Eine unbekannte Anzahl befinde sich noch in dem Asowstal-Stahlwerk.

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