Russland erwartet nach der Übergabe eines neuen ausformulierten Vorschlags zu einem Ende im Ukraine-Krieg auf eine Antwort von Selenskyj.
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Wolodymyr Selenskyj. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach russischen Angaben wartet man derzeit auf Antwort zu einem neuen Vorschlag.
  • Ein Entwurf zur Beendigung des Krieges sei der ukrainischen Delegation übergeben worden.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vortag noch gesagt, bislang nichts gehört zu haben.

Russland soll derzeit auf Antwort der Ukraine zu einem neuen Vorschlag für ein Ende des Kriegs warten. Der ukrainischen Delegation sei der Entwurf eines möglichen künftigen Dokuments übergeben worden. Dies betonte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

Er zeigte sich zugleich erstaunt über Äusserungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte am Vortag erklärt, nichts gehört und gesehen zu haben.

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Kremlsprecher Dmitri Peskow. - dpa

«Das wirft auch gewisse Fragen auf, warum man Präsident Selenskyj nicht über unsere Textfassungen informiert», sagte Peskow. Er hatte Kiew zuletzt vorgeworfen, es an Einsatz bei den Verhandlungen im Ukraine-Krieg fehlen zu lassen. «Wir warten weiter.»

Der Kremlsprecher machte zugleich deutlich, dass Russland von seinen Plänen in der Ukraine keinen Abstand nehme. «Die Spezialoperation verläuft weiter nach Plan. Mariupol, das ein Ort der Ansammlung nationalistischer Gruppierungen war, ist befreit», sagte Peskow.

Mariupol soll im Ukraine-Krieg von Russland eingenommen worden sein

Zuvor hatte Verteidigungsminister Sergej Schoigu Kremlchef Wladimir Putin darüber informiert, dass die Hafenstadt unter russischer Kontrolle sei.

In Mariupol sind in dem Stahlwerk Azovstal noch immer viele ukrainische Kämpfer und Zivilisten eingeschlossen. Putin hatte bei dem Treffen mit Schoigu angeordnet, die Industriezone nicht zu stürmen. Die Kämpfer sollten die Waffen niederlegen und sich in Gefangenschaft begeben, sagte er.

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Rauch über dem Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. - keystone

Die Propaganda des Moskauer Staatsfernsehens zeigte wenig später, wie russische Panzer aus Mariupol rollen – zu neuen Zielen im Ukraine-Krieg. Einnehmen wollen die prorussischen Separatisten im Donbass mit Hilfe Moskaus noch die kompletten Gebiete Luhansk und Donezk.

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