Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Kiew und Moskau schieben sich bei Staudamm Schuld zu

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    USA,

    Im Ukraine-Krieg wurde zuletzt der Kachowka-Staudamm gesprengt. Sowohl die Ukraine als auch Russland sehen die Schuld beim jeweils anderen.

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    Der Kachowka-Staudamm wurde im Ukraine-Krieg gesprengt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Frage nach dem Verantwortlichen für die Staudamm-Sprengung bleibt offen.
    • Ukraines UN-Botschafter spricht von ökologischem und technologischem Terror.
    • Russland hingegen pocht vor dem UN-Sicherheitsrat auf die Schuld der Ukraine.

    Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine haben sich Kiew und Moskau vor dem UN-Sicherheitsrat gegenseitig die Schuld zugewiesen.

    Der ukrainische UN-Botschafter Serhij Kislizia sprach am Dienstag bei einer kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung in New York von einem «Akt des ökologischen und technologischen Terrorismus» im Ukraine-Krieg. Die Sprengung sei «ein weiteres Beispiel für den Völkermord Russlands an den Ukrainern.»

    Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja sagte dagegen, dass der Vorfall auf «vorsätzliche Sabotage Kiews» zurückzuführen und wie ein Kriegsverbrechen einzuordnen sei. Der Staudamm sei für ein «unvorstellbares Verbrechen» benutzt worden.

    Ukraine-Krieg: Felder könnten Wüsten werden

    Das ukrainische Agrarministerium rechnet ersten Schätzungen zufolge derweil mit der Überschwemmung von etwa 10'000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche am nördlichen Ufer des Dnipro in der Region Cherson. Am südlichen Ufer, im russisch besetzten Gebiet, werde ein Vielfaches dieser Fläche überflutet, teilte das Ministerium am Dienstagabend auf seiner Webseite mit. Detaillierte Informationen sollen demnach in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden, wenn sich das Ministerium ein genaues Bild von der Lage gemacht habe.

    «Darüber hinaus wird die von Menschen verursachte Katastrophe die Wasserversorgung von 31 Feldbewässerungssystemen in den Regionen Dnipropetrowsk, Cherson und Saporischschja zum Erliegen bringen», so das Ministerium.

    Ukraine Krieg Staudamm
    Der Kachowka-Staudamm in der Ukraine wurde gesprengt. - Screenshot Twitter/@Osinttechnical

    «Die Zerstörung des Wasserkraftwerks Kachowka wird dazu führen, dass sich die Felder im Süden der Ukraine bereits im nächsten Jahr in Wüsten verwandeln könnten», hiess es weiter. Auch die Trinkwasserversorgung in besiedelten Gebieten sei betroffen. Zudem erwartet das Agrarministerium nach eigenen Angaben negative Folgen für die Fischerei.

    Der Staudamm war in der Nacht zum Dienstag in dem von Russland besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Cherson zerstört worden. Der Kreml beschuldigt Kiew. Die Ukraine und viele westliche Beobachter sind hingegen überzeugt, dass die russischen Besatzer die Staudamm-Anlage selbst gesprengt haben – möglicherweise, um so die geplante ukrainische Gegenoffensive zu behindern. Russland führt seit mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.

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