Ihr droht lebenslang Gefängnis: Eine Gemeinderätin ist verhaftet worden, weil sie ihre Landsleute im Ukraine-Krieg an die Russen verraten hat.
Die Frau soll ukrainische Widerstands-Kämpfer verraten haben. - The Sun

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ukrainerin soll Widerstands-Kämpfer an die Russen verraten haben
  • Nun wurde sie verhaftet und vom ukrainischen Geheimdienst abgeführt.
  • Der Gemeinderätin droht eine lebenslange Haftstrafe.

Schock in einer Gemeinde in der Nähe der ostukrainischen Stadt Charkiw: Die Gemeinderätin von Kutuzivka soll im Ukraine-Krieg ihre Landsleute an die Russen verraten haben. Nun ist die Lokalpolitikerin von ukrainischen Elitespezialkräften verhaftet und abgeführt worden.

Konkret wird Nadiya Antonowa vorgeworfen, die Identitäten von Polizisten, Soldaten und Anti-Terror-Spezialisten an Putins Leute weitergegeben zu haben. Auch die Namen von Jägern und Parkwächtern gab sie den Russen. Denn diese sind aufgrund ihrer Kenntnisse ideal als Kämpfer geeignet.

Doch damit nicht genug: Die Bewohner ihres Dorfes soll die Gemeinderätin dazu gezwungen haben, weisse Armbinden zu tragen. Damit sollten sie ihre Unterstützung für Putin zeigen, wie die Staatsanwaltschaft schreibt.

Weiterer Beamter wegen Verrats im Ukraine-Krieg verhaftet

Verhaftet wurde die Frau, als ihr Dorf von den ukrainischen Truppen befreit wurde. Die Sicherheitskräfte fanden sie laut der britischen «Sun» kauernd in einem Keller vor.

Als sie abgeführt wurde, schrie sie: «Verräter, ihr glaubt, ihr habt eine Verräterin gefunden? Schämt euch, ich war die ganze Zeit hier. Was glauben Sie, wie wir hier gelebt haben?»

Ukraine Krieg
Der Gemeinderätin wird vorgeworfen, ukrainische Widerstands-Kämpfer an die Russen verraten zu haben.
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Auch die Namen von Jägern und Parkwächtern gab sie den Russen – weil diese ideal als Kämpfer geeignet seien.
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Die Ukrainerin zwang die Bewohner ihres Dorfs, weisse Armbinden zu tragen, um ihre Unterstützung für Putin zu signalisieren.

Ein weiterer Beamter, Eduard Konowalow, wurde ebenfalls nach einer Razzia in Staryi Saltiv in der Ostukraine festgenommen. Er soll russischen Truppen Unterkünfte zur Verfügung gestellt und Ukrainer dazu ermutigt zu haben, keinen Widerstand zu leisten.

Sollten Verräter im Ukraine-Krieg lebenslang hinter Gitter?

Ihm und Antonowa drohen nun wegen «Hochverrats unter Kriegsrecht» lebenslange Haftstrafen. Laut dem Generalstaatsanwalt von Charkiw, Olexandr Filchakow, seien solche Fälle in der Region besonders häufig. Das Gebiet grenzt an Russland, viele Einwohner haben Familie über der Grenze.

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