Widerstand gegen 70-Millionen-Projekt in Grindelwald
Für 70 Millionen Franken wollen die Jungfraubahnen die Gondelbahn auf die First ersetzen. In Grindelwald BE formiert sich Widerstand gegen das Projekt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Gondelbahn auf die First soll ersetzt werden.
- Die Pläne kommen in Grindelwald BE nicht überall gut an – es formiert sich Widerstand.
- Die Gegnerinnen und Gegner drohen gar mit dem Gang vor das Bundesgericht.
Die Jungfraubahnen haben Grosses vor. Sie planen eine Investition von 70 Millionen Franken für eine neue Gondelbahn auf die First. Die Bahn soll künftig direkt vom Bahnhof Grindelwald über eine Mittelstation in Bort bis zur First führen.
Dieses Projekt würde nicht nur den Komfort für Reisende erhöhen, sondern auch die Fahrzeit erheblich reduzieren – von derzeit 25 Minuten auf nur noch 15 Minuten. Darüber hinaus könnten mit der neuen Bahn mehr als doppelt so viele Menschen pro Stunde transportiert werden.
Das Projekt stösst jedoch nicht überall auf Zustimmung. Verschiedene Kreise der Grindelwalder Bevölkerung, darunter auch der ehemalige Gemeindepräsident Dres Studer, haben Widerstand angekündigt.
«Wenn nicht Vernunft einkehrt, dann wird sich früher oder später das Bundesgericht mit diesem Projekt befassen», warnt Patrick Jordi, Präsident der IG Pro Grindelwald Dorf, bei SRF.
Viele Einheimische schätzen die First als ihr Lieblingsskigebiet und befürchten eine Zunahme des Tourismus durch die neue Bahn. Die geplante Streckenführung würde zudem Grundstücke und Häuser überqueren, die bisher nicht betroffen waren. Dies könnte zu einem Wertverlust dieser Immobilien führen.
Auch aus Naturschutzgründen gibt es Bedenken gegen das Projekt: Die neue Bahn würde eine Wildruhezone überqueren.

Trotz Widerständen sehen die Jungfraubahnen in diesem Projekt die beste Lösung für alle. Schliesslich sei man auf den Tourismus angewiesen. Sie planen, den Neubau bis 2030 abzuschliessen.
Als nächster Schritt muss nun die Gemeinde Grindelwald ihre Überbauungsordnung anpassen, um den Bau der neuen Strecke zu ermöglichen. Eine Entscheidung hierzu soll Ende des Jahres fallen, wie SRF schreibt.








