Der britische Premierminister Boris Johnson warnt vor einem möglichen Sieg Russlands im Ukraine-Krieg. Er fordert langfristige Hilfe für die Verteidiger.
Der britische Premier Boris Johnson
Der britische Premier Boris Johnson - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Boris Johnson fordert langfristige westliche Unterstützung für die Ukraine.
  • Der britische Premier-Minister warnte vor einem russischen Sieg.
  • Zugleich bot er an, ukrainische Soldaten durch das britische Militär auszubilden.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die westlichen Verbündeten der Ukraine aufgefordert, das Land langfristig zu unterstützen. Zugleich warnte er in einem Gastbeitrag für «The Sunday Times» vor den Folgen eines russischen Sieges im Ukraine-Krieg.

Kiews Unterstützer müssten sicherstellen, dass die Ukraine «die strategische Ausdauer hat, um zu überleben und schliesslich zu gewinnen». «Zeit ist jetzt der entscheidende Faktor», schrieb Johnson in seinem am späten Samstagabend online veröffentlichten Artikel.

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Ukrainische Soldaten mit einer von den USA gelieferten M177-Haubitze im Ukraine-Krieg. - keystone

Alles werde jetzt davon abhängen, «ob die Ukraine ihre Verteidigungsfähigkeit schneller stärkt, als Russland seine Angriffsfähigkeit erneuert». Aufgabe der Verbündeten sei es «dafür zu sorgen, dass die Zeit für die Ukraine spielt».

Johnson formulierte in seinem Beitrag einen Vier-Punkte-Plan für «dauerhafte finanzielle und technische Hilfe» im Ukraine-Krieg. Teile davon sollten «für die kommenden Jahre» beibehalten und eventuell verstärkt werden.

Britische Ausbildung im Ukraine-Krieg?

Ausdrücklich warnte Johnson davor, russische Gebietsgewinne in der Ukraine dauerhaft hinzunehmen. Dies dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ermöglichen, werde die Welt nicht friedlicher machen. Johnson schrieb wörtlich: «Eine solche Farce wäre der grösste Sieg für einen Aggressor in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.»

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Rettungskräfte bergen Personen nach einem russischen Luftangriff im Ukraine-Krieg. - keystone

Johnson hatte am Freitag überraschend die Ukraine besucht und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Nach Angaben der britischen Regierung bot er in Kiew ein «grosses Ausbildungsprogramm für die ukrainischen Streitkräfte» an. Britische Kräfte könnten demnach «alle 120 Tage bis zu 10'000 (ukrainische) Soldaten ausbilden».

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