Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Auch Moldawien fürchtet sich vor Russen-Invasion

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus

    Moldawien,

    Russland führt den Ukraine-Krieg weiter unbehelligt fort. Laut Natalia Gavrilita, Premierministerin von Moldawien, könnte auch ihr Land bald zum Ziel werden.

    Ukraine-Krieg
    Russland-Präsident Wladimir Putin schreckt im Ukraine-Krieg weiter vor nichts zurück. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am letzten Samstag treffen russische Raketen Odessa.
    • Die ukrainische Hafenstadt liegt nahe der Grenze zu Moldawien.
    • Premierministerin Natalia Gavrilita fürchtet sich vor einem Angriff der Russen.

    In den vergangenen Monaten haben russische Einheiten Teile im Osten und Süden der Ukraine eingenommen. Langsam dringt Putins Armee auch in Richtung Südwesten vor.

    explosion berichte
    Odessa ist im Ukraine-Krieg schon mehrmals angegriffen worden. (Archivbild) - sda

    Am letzten Samstag kommt es in Odessa zu einem Raketenangriff. Moskau behauptet daraufhin, dass dieser eine gezielte Attacke auf ein US-Waffenlager gewesen sei. Ukraine-Präsident Wolodymir Selenskyi hingegen spricht von «Barbarei».

    Wird Moldawien im Ukraine-Krieg zum Ziel?

    Klar ist: Odessa liegt im Süden der Ukraine, nahe der Grenze zu Moldawien. Im Nachbarland macht man sich derzeit grosse Sorgen. Premierministerin Natalia Gavrilita fürchtet, dass auch Moldawien im Ukraine-Krieg zum Ziel der Russen verkommen könnte.

    Natalia Gavrilita Ukraine-Krieg
    Natalia Gavrilita ist Premierministerin von Moldawien. - keystone

    Im Gespräch mit CNN sagt sie: «Es ist immer noch eine hypothetische Situation. Aber wenn die Militäraktionen weiter in den südwestlichen Teil und in Richtung Odessa vordringen, werden wir sehr besorgt sein.»

    Transnistrien als Konflikt-Region

    Berichten zufolge könnte Russland die Absicht verfolgen, eine Landbrücke zwischen den Gebieten in der Ostukraine und Transnistrien zu schlagen. Die Russen würden durch dieses Vorgehen die Ukraine vom Schwarzen Meer abschneiden.

    Ukraine-Krieg
    Ein Bild aus der international nicht anerkannten Republik Transnistrien. Das Gebiet ist weiter Teil der Republik Moldau. - keystone

    Die nicht anerkannte Republik erklärt Transnistrien 1992 die Unabhängigkeit. Jedoch zählt sie bis heute offiziell als Teil von Moldawien.

    Noch immer sind dort russische Truppen stationiert, was die Sorge vor einer möglichen Invasion verstärkt. «Wir tun alles, um Frieden und Stabilität zu wahren und dafür zu sorgen, dass die Kämpfe nicht eskalieren», so Gavrilita.

    Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

    Sie seien in einer sehr schwierigen Lage. «Nicht nur Moldawien, sondern jedes kleine Land. Wenn ein Land ohne Rücksicht auf internationales Recht einen Krieg beginnen kann, dann ist niemand sicher», sagt die 44-Jährige weiter.

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