Aufgrund der russischen Invasion fällt die Getreideernte und deren Export diese Saison drastisch tiefer aus.
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Die Getreideernte fällt aufgrund der russischen Invasion viel tiefer aus. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der russische Angriffskrieg hat verheerende Folgen für die Getreideernte der Ukraine.
  • Rund 40 Prozent weniger Ernte kann laut der Getreidevereinigung erzeugt werden.

Die Getreideernte in der Ukraine dürfte in dieser Saison nach Branchenangaben wegen des russischen Angriffskriegs um 40 Prozent niedriger ausfallen.

Diese Einschätzung gab die Getreidevereinigung der Ukraine, die Produzenten und Exporteure vereint, am Mittwoch für die laufende Saison 2022/2023 heraus. Demnach dürfte zudem der Getreideexport um 50 Prozent einbrechen.

Insgesamt rechnet die Branche mit einer Ernte von 19,2 Millionen Tonnen Getreide. In der vorherigen Saison waren es rund 33 Millionen Tonnen.

Risiko auf Hungersnot erhöht sich weltweit

Gleichwohl werde das Land trotz blockierter Lieferwege, besetzter Gebiete und verminter Felder mit Getreide versorgt und auch in der Lage sein, einen Teil zu exportieren. So fuhr die Vereinigung fort. Die Exporte könnten sich in dieser Saison allerdings auf nur zehn Millionen Tonnen belaufen. Letzt Saison waren es 20 Millionen Tonnen.

Die Ukraine und Russland gehören zu den weltweit wichtigsten Getreideproduzenten. Der Export aus beiden Ländern ist wegen der Kämpfe in der Ukraine und der westlichen Sanktionen gegen Russland eingebrochen. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Unterversorgung und Hunger weltweit.

In ukrainischen Häfen liegen derzeit dutzende Container-Schiffe fest, die vom russischen Militär blockiert werden. Damit können die Exporte von Weizen, Sonnenblumenöl, Dünger und anderen Gütern nicht wie gewohnt abgewickelt werden. Der Schiffsverkehr im Schwarzen Meer wird zudem durch Minen gefährdet, die sowohl russische als auch ukrainischen Einheiten gelegt haben.

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