Ukraine-Krieg: Weitere Verhandlungsrunde in der Schweiz

Keystone-SDA
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Bern,

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj soll auch eine weitere Verhandlungsrunde zum seit vier Jahren andauernden Ukraine-Krieg in der Schweiz stattfinden. «Ich wollte nur betonen, dass auch das nächste Treffen in der Schweiz stattfinden wird», sagte Selenskyj in einem Interview mit dem britischen Moderator Piers Morgan.

Ukraine Genf
Ein Bild der Ukraine-Verhandlungen in Genf. - keystone

Selenskyj betonte zudem die Bedeutung des Verhandlungsprozesses in Europa. «Ich denke, das Positive daran ist, dass wir ein Treffen in der Schweiz hatten. Ich meine, das ist sehr wichtig. Ich betone das immer wieder, bei allem Respekt für den Nahen Osten und andere Länder, aber ich denke, wenn Krieg in Europa herrscht, dann müssen wir einen Ort finden, und die Menschen, die Europäer, müssen spüren, dass dies ein Angriff auf uns und auf Europa ist», sagte Selenskyj laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Die offizielle Schweiz hielt sich bezüglich einer neuerlichen Verhandlungsrunde am Donnerstag vorerst bedeckt. Die Schweiz unterstütze «jede diplomatische Initiative, die darauf abzielt, einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen», teilte das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Keystone-SDA mit.

Das EDA stehe mit allen Parteien in Kontakt und biete konsequent seine Guten Dienste an. Wenn die Parteien es wünschten, sei die Schweiz bereit, eine weitere Verhandlungsrunde auszurichten.

Zuletzt kritisierte der ukrainische Ministerpräsident die Ergebnisse der am Mittwoch zu Ende gegangenen zweitägigen Verhandlungen in Genf als unzureichend. Bereits vor dem Beginn des zweiten Gesprächstages hatte Selenskyj den Russen eine Verzögerungstaktik bei den Verhandlungen unter US-Vermittlung vorgeworfen.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Vor dem Jahrestag am 24. Februar ist kein Ende der Invasion in Sicht. Nächste Woche geht der Krieg in sein fünftes Jahr.

Kommentare

User #9916 (nicht angemeldet)

Cassis soll mit Selenskyj verhandeln. So könne die Russen und Amis ungestört am Problem arbeiten.

User #1634 (nicht angemeldet)

Überall sinnlose und nicht fruchtende Verhandlungen. Putin ist nicht verhandlungswillig und will weiter Krieg führen.

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