Portugiesin lag wohl zwei Jahre tot in ihrer Wohnung

Keystone-SDA
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Portugal,

In Portugal ist die Leiche einer Frau entdeckt worden, die mutmasslich schon seit zwei Jahren tot in ihrer Wohnung in der Grossstadt Porto gelegen hatte.

porto
Die Dom-Luís-I.-Brücke und der Fluss Douro in Porto, Portugal, Dienstag, 4. Juni 2019. - keystone

Die Überreste wurden bereits am 21. Januar gefunden, wie die Zeitung «Correio da Manhã» und weitere Medien nun unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die Frau sei vermutlich vor rund zwei Jahren im Alter von 73 Jahren gestorben, hiess es. Die genauen Todesumstände sind noch unklar.

Alarm ausgelöst hatte den Berichten zufolge die Ärztin eines Gesundheitszentrums, nachdem die Diabetikerin über längere Zeit nicht mehr zu Terminen erschienen war. Polizeibeamte öffneten die Wohnung und entdeckten zwischen Müllansammlungen das Skelett der Frau im Bett.

Nach Angaben von Nachbarn war die allein lebende Rentnerin zuletzt kurz vor Weihnachten 2023 gesehen worden. Damals sei sie wegen einer Operation ins Krankenhaus gebracht worden. Danach habe es kein Lebenszeichen mehr gegeben. Viele Anwohner seien davon ausgegangen, dass die Seniorin in ein Pflegeheim gezogen sei.

Eine Nachbarin erzählte «Correio da Manha», die Frau habe rund 15 Jahre in der Wohnung gelebt und sich zunehmend zurückgezogen. Bereits wenige Monate nach ihrem Verschwinden hätten Bewohner die Stadtverwaltung informiert, weil keinerlei Bewegung mehr in der Wohnung zu erkennen gewesen sei. Zwar seien Behördenvertreter erschienen. Diese hätten jedoch nichts weiter unternommen.

Später seien Strom und Wasser abgestellt worden. Der Briefkasten der Portugiesin habe sich mit immer mehr Post gefüllt. Eine Vermisstenanzeige wurde nach Medienberichten aber nie gestellt.

Der Fall löste in der Nachbarschaft Bestürzung aus. Anwohner stellten auch die Frage, warum Sozialdienste und Behörden nicht früher reagiert hätten, obwohl die alleinstehende Rentnerin offenbar weiterhin staatliche Leistungen erhielt. «Wo waren all die Verantwortlichen?», fragte eine Nachbarin.

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