Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat das Vorgehen seines Landes gegen den deutschen und neun weitere Botschafter verteidigt.
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Auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat sich Kanter angelegt. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der türkische Innenminister verteidigt das Vorgehen Erdogans.

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat das Vorgehen seines Landes gegen den deutschen und neun weitere Botschafter verteidigt. «Lasst sie mit Kanonen kommen oder mit Gewehren. Lasst sie nicht nur zehn Botschafter, sondern die Botschafter auf der ganzen Welt hier versammeln. Sie können diesem Volk kein Haar krümmen», sagte Soylu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagabend in Istanbul.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor angekündigt, die Botschafter von zehn Staaten zur unerwünschten Person zu erklären.

Er habe das Aussenministerium dazu angewiesen. Ein solcher Schritt bedeutet in der Regel die Ausweisung der Diplomaten; allerdings wird ihnen dann eine Frist für die Ausreise gesetzt.

Die grösste Oppositionspartei CHP kritisierte das Vorgehen gegen die westlichen Diplomaten. Der CHP-Politiker und Ex-Botschafter Ünal Ceviköz warnte vor einer Isolation der Türkei auf internationaler Ebene und forderte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu dazu auf, den «Fehler» zu korrigieren. Andernfalls müsse dieser zurücktreten, schrieb er auf Twitter.

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