Truss verteidigt Steuersenkungen gegen heftige Kritik

    DPA
    DPA

    Grossbritannien,

    Die neue Regierungschefin Grossbritanniens hat nicht lange damit gezögert, einschneidende Wirtschaftspläne durchzusetzen. Nun muss sich Liz Truss gegen scharfe Kritik wehren.

    Die britische Premierministerin Liz Truss besucht den Fertighaushersteller Berkeley Modular.
    Die britische Premierministerin Liz Truss besucht den Fertighaushersteller Berkeley Modular. - Dylan Martinez/Pool WPA/dpa

    Die britische Premierministerin Liz Truss hat ihre Steuersenkungen und Wirtschaftspläne gegen heftige Kritik verteidigt.

    «Wir mussten dringend handeln, um unsere Wirtschaft zum Wachsen und Grossbritannien in Bewegung zu bringen und auch die Inflation zu bewältigen», sagte die neue Regierungschefin am Donnerstag dem Lokalsender BBC Radio Leeds.

    Dies sei zudem nötig gewesen, um den Menschen angesichts hoher Inflation und steigender Energiepreise durch den Winter zu helfen. Es waren ihre ersten Äusserungen seit Tagen zur aktuellen Finanzkrise, die von Ankündigungen ihres Finanzministers Kwasi Kwarteng ausgelöst worden war.

    Truss: «Wird immer Leute geben, die dagegen sind»

    Sie sei bereit, als Premierministerin schwierige Entscheidungen zu treffen, sagte Truss. Die Regierung habe damit sichergestellt, dass Verbraucher und Unternehmen weniger Steuern zahlen und vor hohen Energiekosten geschützt sind. Viele Massnahmen würden nicht über Nacht wirken, räumte die Regierungschefin ein. Aber langfristig würden sie helfen, die Wirtschaft anzukurbeln und besser bezahlte Jobs zu schaffen. Dem Lokalsender BBC Radio Norfolk sagte Truss: «Es wird immer Leute geben, die dagegen sind. «Es ist nicht unbedingt einfach, aber wir müssen es tun.»

    Finanzminister Kwarteng hatte am vergangenen Freitag angekündigt, die Einkommensteuer für Geringverdienende um 1 Prozentpunkt und für Menschen mit hohen Einkommen um 5 Punkte zu kürzen. Ausserdem will er eine Erhöhung der Sozialversicherung und einen Anstieg der Körperschaftsteuer zurücknehmen. Wie er das Dutzende Milliarden Euro schwere Paket finanzieren will, sagte Kwarteng nicht. Daraufhin stürzte das Pfund ab, die Zinsen von langlaufenden britischen Staatsanleihen stiegen erheblich an. Um den Markt zu stabilisieren, will die Bank of England ab sofort Staatspapiere mit langer Laufzeit erwerben - ohne Obergrenze.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Dealer
    1 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    10 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    2 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern
    Xi Jinping
    1 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Andrew Mountbatten-Windsor (66), früher als Herzog von York bekannt, w
    Nach Festnahme
    strasse von hormus
    London
    Prinz Harry
    234 Interaktionen
    Einblick