Am Donnerstag traf sich die britische Premierministerin Liz Truss mit einem Fraktionsvertreter, der über die Wahl und Abwahl von Parteivorsitzenden entscheidet.
Liz Truss, Premierministerin von Grossbritannien, während einer Pressekonferenz in der Downing Street.
Liz Truss, Premierministerin von Grossbritannien, während einer Pressekonferenz in der Downing Street. - Daniel Leal/PA Wire/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gerüchte um einen möglichen Rücktritt Liz Truss erhärten sich.
  • Am Donnerstag traf sich die britische Premierministerin mit Graham Brady.
  • Bradys Gremium ist für die Wahl und Abwahl der Parteivorsitzenden zuständig.
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Die Spekulationen über einen bevorstehenden Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss haben weiter an Fahrt aufgenommen.

Wie der Amtssitz der Regierungschefin 10 Downing Street bestätigte, traf sich die konservative Politikerin am Donnerstagmittag mit Graham Brady, dem Vorsitzenden des mächtigen 1922-Komitees der Konservativen Fraktion.

Das Gremium ist für die Wahl und Abwahl der Parteivorsitzenden zuständig. Sollte Brady den Eindruck haben, dass die Premierministerin nicht mehr das Vertrauen ihrer Fraktion geniesst, müsste sie zurücktreten. Nach Angaben der Regierung kam das Treffen auf Wunsch von Truss zustande.

Rücktritte und öffentlicher Vertrauensentzug

Mehrere Abgeordnete hatten am Donnerstag Truss öffentlich das Vertrauen entzogen, nachdem tags zuvor die Innenministerin Suella Braverman zurückgetreten war und sich bei einer Abstimmung im Parlament chaotische Szenen abgespielt hatten.

Suella Braverman
Suella Braverman hatte genug: Die Innenministerin unter Liz Truss trat zurück. - Keystone

Die 47-jährige Regierungschefin, die erst seit sechs Wochen im Amt ist, kämpft um ihren Posten, seit sie mit geplanten Steuererleichterungen ein Finanzchaos ausgelöst hatte und eine Kehrtwende hinlegen musste.

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