Trotz Brexits: Noch kein Chaos am Ärmelkanal Anfang Januar erwartet

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Am 1. Januar verlässt Grossbritannien den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Es wird befürchtet, dass sich nach dem Wochenende Warteschlangen aufbauen könnten.

    Brexit
    Nach dem Brexit streiten sich Paris und London um Fischerei-Lizenzen in britischen Hoheitsgewässern. - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zum Jahreswechsel scheidet Grossbritannien aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion aus.
    • Auf den Neujahrs-Feiertag folgt direkt ein Wochenende.
    • Danach könnten sich an den Grenzen Warteschlangen aufbauen.

    Am Ärmelkanal rechnet man nach dem endgültigen Vollzug des Brexits zum Jahreswechsel nicht damit, dass es bereits in den ersten Januartagen erneut zu einem Verkehrschaos kommen wird.

    «Ich bin zuversichtlich, dass am 1. Januar alles gut klappen wird», sagte John Keefe, der Chef von Getlink, einer der im Eurotunnel zwischen Grossbritannien und Frankreich aktiven Zugbetreiber, nach Angaben des Senders BBC. «Ich denke nicht, dass sich der Verkehr vor der ersten oder zweiten Januarwoche stauen wird. Diese ruhige Anfangsphase ermöglicht es allen, sich vorzubereiten.»

    eurotunnel
    Ein ICE fährt durch den Eurotunnel. - Keystone

    Zum Jahreswechsel scheidet Grossbritannien endgültig aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion aus. Gleichzeitig tritt der Brexit-Handelspakt in Kraft, auf den sich London und Brüssel in letzter Minute geeinigt hatten. Obwohl Zölle dadurch vermieden werden, sind umfangreiche Kontrollen an den Grenzen und Papiere notwendig. Die britische Regierung hatte zuvor eingeräumt, man rechne mit «einigen Störungen» angesichts der notwendigen Veränderungen.

    Warteschlangen nach Wochenende befürchtet

    Das englische Logistik-Unternehmen Youngs Transport and Logistics kündigte der BBC zufolge an, seine Transporte in den ersten Januartagen auszusetzen und zunächst die Lage zu beobachten. Viele andere könnten diesem Beispiel folgen. Da nach dem Neujahrs-Feiertag direkt ein Wochenende ansteht, rechnen mehrere Beobachter damit, dass die befürchteten Warteschlangen sich erst danach aufbauen könnten.

    LKW Autobahn
    Geparkte LKW in Ashford auf der Autobahn M20. - DPA

    Eine Wiederholung des Chaos, wie es vor und an Weihnachten in der Grenzregion Kent zu beobachten war, soll unbedingt vermieden werden. Tausende von Fernfahren hatten tagelang in ihren Lastwagen ausharren müssen, weil Frankreich die Grenze überraschend geschlossen und von allen Einreisenden einen negativen Corona-Test verlangt hatte. Grund war das Auftreten einer neuen und womöglich hochansteckenden Coronavirus-Variante, die im Süden von England entdeckt worden war.

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