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    Studie: Standort Deutschland hat in Europa das Nachsehen

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    Tesla in Brandenburg, Intel in Magdeburg: Deutschland ist als Standort für ausländische Konzerne attraktiv. Dennoch haben in Europa andere weiter die Nase vorn - woran liegt das?

    Der Rohbau der Batteriefabrik der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg. Deutschland ist als Standort für ausländische Konzerne attraktiv. Dennoch haben in Europa andere weiter die Nase vorn.
    Der Rohbau der Batteriefabrik der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg. Deutschland ist als Standort für ausländische Konzerne attraktiv. Dennoch haben in Europa andere weiter die Nase vorn. - Patrick Pleul/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei ausländischen Investitionen droht Deutschland einer neuen Studie zufolge den Anschluss an die beiden europäischen Spitzenreiter Frankreich und Grossbritannien zu verlieren.

    Das geht aus einer Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) hervor, die in Stuttgart veröffentlicht wurde.

    Ausländische Investoren kündigten im vergangenen Jahr demnach 841 Projekte in Deutschland an, was im Jahresvergleich einen Rückgang von zehn Prozent bedeutet. Der europäische Primus Frankreich verbuchte hingegen 1222 Vorhaben, das war ein deutliches Plus von 24 Prozent. Das Nicht-EU-Land Grossbritannien kam auf 993 Investitionsprojekte, ein Zuwachs um zwei Prozent, wie EY berichtete.

    «Im innereuropäischen Standortwettbewerb scheint Deutschland derzeit das Nachsehen zu haben», sagte Henrik Ahlers, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung. Der britische EU-Austritt (Brexit) habe Grossbritanniens Anziehungskraft auf ausländische Investoren hingegen nur unwesentlich geschmälert. Nachbar Frankreich habe in den vergangenen Jahren wichtige Reformen umgesetzt und sich einen Ruf als attraktiver Investitionsstandort erarbeitet.

    Zu schleppende Verwaltung?

    «Deutschland ist ohne Zweifel ein sehr starker und wettbewerbsfähiger Standort», sagte Ahlers. Er erinnerte an das neue Werk des E-Autobauers Tesla im brandenburgischen Grünheide und die von Intel angekündigte Chip-Fabrik in Magdeburg. Deutschland werde aber nachgesagt, langwierige Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse sowie vergleichsweise hohe Energiekosten zu haben.

    Auch der Fachkräftemangel spiele eine Rolle. «In Deutschland herrscht in einzelnen Regionen und Branchen annähernd Vollbeschäftigung - wer hier neu Fuss fassen möchte, hat es teils sehr schwer, in ausreichendem Mass qualifiziertes Personal zu finden», sagte Ahlers. Das schrecke potenzielle Investoren ab.

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