VfL Wolfsburg: Spieler schlägt Jugendlichen ins Gesicht
Ein Video sorgt für Aufsehen: Denis Vavro, Verteidiger von VfL Wolfsburg, hat bei einem Hallenturnier in der Slowakei einen Jugendlichen geschlagen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wolfsburg-Verteidiger Denis Vavro schlug bei einem Hallenturnier einen 17-Jährigen.
- Der Klub und der slowakische Verband prüfen mögliche disziplinarische Konsequenzen.
- Vavro entschuldigte sich persönlich, der Jugendliche erklärte den Fall für erledigt.
Der slowakische Fussball-Profi Denis Vavro hat abseits des Spielfelds für einen handfesten Eklat gesorgt. Der Innenverteidiger des VfL Wolfsburg schlug Ende des vergangenen Jahres bei einem Hallenturnier in seiner Heimat einen Jugendlichen. Videoaufnahmen der Szene verbreiteten sich rasch im Internet.
Der Vorfall ereignete sich während der Bundesliga-Weihnachtspause. Auf den Aufnahmen ist ein hitziger Streit zwischen Vavro und gegnerischen Spielern zu sehen. In der Folge soll der Wolfsburger einem 17-jährigen Zuschauer mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben.
«Grossen Mist gebaut»
Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler bestätigte den Vorfall gegenüber dem NDR. Man habe mit Vavro gesprochen, sagte er. Der Spieler wisse selbst, dass es «ein Riesenbock» gewesen sei und er «grossen Mist gebaut» habe.
Vavro habe sich noch am selben Tag beim Jugendlichen und bei dessen Mutter entschuldigt. Der Klub heisse das Verhalten «natürlich nicht gut», über mögliche Konsequenzen werde intern beraten.
Auch der slowakische Fussballverband SFZ beschäftigt sich mit dem Fall. Laut einem Sprecher befasst sich die Disziplinarkommission mit dem Vorfall. Im schlimmsten Fall droht Vavro ein Ausschluss aus der slowakischen Nationalmannschaft von bis zu zwei Jahren.
Entschuldigung und Trikot
Vavro selbst hatte den Vorwurf zunächst auf Instagram zurückgewiesen. Später liess der Profi von VfL Wolfsburg jedoch über die Sprecherin der Nationalmannschaft ausrichten, dass er seine Tat bereue.

Der betroffene Jugendliche veröffentlichte inzwischen ein Foto mit Vavro, auf dem ihm der Profi ein Nationalmannschafts-Trikot überreicht.
Er schrieb, Vavro sei persönlich zu ihm gekommen, habe sich entschuldigt und seinen Fehler eingestanden. Die Angelegenheit sei für ihn erledigt.
Sportlich läuft es für Vavro beim VfL Wolfsburg nicht gut
Sportlich steht Vavro derzeit ebenfalls unter Druck. Der Verteidiger war 2024 zunächst auf Leihbasis vom FC Kopenhagen nach Wolfsburg gewechselt. Im Sommer folgte die feste Verpflichtung bis 2027.

In dieser Bundesliga-Saison verlor der Slowake jedoch seinen Stammplatz und kam bislang nur zu vier Einsätzen. Unabhängig vom Vorfall gilt er als möglicher Wechselkandidat und wurde zuletzt mit AS Rom und Florenz in Verbindung gebracht.














