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    Studie: Entdeckung des Küssens könnte Ausbreitung von Lippenherpes befördert haben

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    Frankreich,

    Mit der Entdeckung des Küssens haben die Menschen möglicherweise zugleich das heutige Lippenherpes-Virus verbreitet.

    Küssen
    Die Wissenschaft hat sich immer wieder mit Leidenschaft dem Küssen gewidmet. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Früheste Zeugnisse des Küssens stammen aus der Bronzezeit.

    «Die Varianten des modernen Stammes gehen alle auf die Jungsteinzeit oder Bronzezeit zurück», sagte Christiana Scheib von der University of Cambridge, die Mitautorin einer im Fachblatt «Science Advances» veröffentlichten Studie. Dies sei auch die Zeit gewesen, in der Menschen begonnen hätten, sich zu küssen.

    «Das ist sicher eine Möglichkeit, die Übertragbarkeit des Herpesvirus zu verändern», sagte Scheib der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor sei das Virus vor allem von Eltern an Kinder weitergegeben worden. Das Küssen habe dem Virus eine neue Möglichkeit geboten, sich weiter zu verbreiten.

    Romantische Küsse sind laut den Forschern frühestens in der Bronzezeit belegt. Es sei aber schwierig, den genauen Beginn auszumachen oder mit Sicherheit zu belegen, dass sie mit der Verbreitung des Lippenherpes in Verbindung stehen.

    Ein Herpesvirus verändere sich viel langsamer als etwa das Coronavirus, betonte Studien-Mitautorin Charlotte Houldcroft. «Lippenherpes versteckt sich das gesamte Leben lang im Organismus und verbreitet sich nur durch Mundkontakt. Deswegen brauchen Mutationen Jahrhunderte oder Jahrtausende», sagte sie. Um dies zu erforschen, gebe es aber zu wenige Daten.

    Für ihre Studie hatten die Forscher die Zahn-DNA von hunderten Menschen aus früheren archäologischen Funden untersucht. Bei vier der Proben fanden sie das Virus. Bisher stammten die ältesten genetischen Daten für Herpes aus dem Jahr 1925.

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