Die meisten Corona-Todesfälle gehen auf das Virus zurück

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    Deutschland,

    Einer Studie zufolge ist das Coronavirus in 84 Prozent der Todesfälle direkt für das Ableben verantwortlich. In nur sieben Prozent eine Vorerkrankung.

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    Die meisten Corona-Todesfälle gehen direkt auf Virus zurück. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die meisten Corona-Todesfälle lassen sich direkt auf das Virus zurückführen.
    • In nur sieben Prozent der Fälle ist eine Vorerkrankung verantwortlich.
    • Einer Studie zufolge sind 75-Prozent der Verstorbenen über 76 Jahre alt.

    Die allermeisten Corona-Todesfälle gehen einer aktuellen Studie zufolge direkt auf das Virus zurück – und nicht auf eine Vorerkrankung. In einer am Donnerstag vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlichten Auswertung war bei 618 von 735 Verstorbenen deren Covid-19-Erkrankung die Todesursache.

    In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem Covid-Erreger infiziert. Die Infektion war aber nicht die Ursache für den Tod.

    Grossteil der Verstorbenen über 76 Jahre alt

    20 Prozent der Verstorbenen wiesen den Angaben zufolge ein krankhaftes Übergewicht auf. Zu den häufigsten Vorerkrankungen zählten ausserdem Bluthochdruck, eine chronische Niereninsuffizienz oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

    Coronavirus
    Pflegende in Bautzen sollen sich nicht impfen lassen müssen. (Symbolbild) - Keystone

    Im Mittelwert – dem sogenannten Median – waren die COVID-19-Verstorbenen 83 Jahre alt. 75 Prozent aller Todesopfer waren älter als 76 Jahre. Die verstorbenen Männer waren demnach statistisch etwas jünger als die Frauen. Zudem verstarben mehr Männer als Frauen.

    Pflegeheime müssen geschützt werden

    Bei 84 Prozent der Corona-Toten sei das Virus die Ursache für das Ableben. So sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur AFP. «Die allermeisten Menschen sterben nicht mit, sondern an Covid-19.»

    Altersheim
    Freiwillige Besuche im Altersheim bringen Freude und Abwechslung in den Alltag der Bewohner. (Symbolbild) - keystone

    Deshalb müsse der Schutz der Hochrisikogruppe endlich konsequent greifen. «Da die meisten Virustoten in den Pflegeheimen zu zählen sind, ist das mit einem sicheren Infektionsgrundschutz und täglichen Testungen möglich.»

    Das Institut für Rechtsmedizin des UKE hatte seit Beginn der Pandemie eine Evaluation von 735 Corona assoziierten Todesfällen durchgeführt. Rund zwei Drittel der Untersuchten starben während der zweiten Pandemie-Welle ab Oktober, die meisten im Dezember.

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