Geretteter Bub (5) wartet noch auf Mama
Nach den starken Erdbeben in Venezuela laufen die Bergungsarbeiten auf Hochtouren. Aus verschiedenen Ländern sind Rettungsteams auf dem Weg.

In der Nacht auf Donnerstag erschütterten zwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela. In dem Land sind grosse Teile der Infrastruktur veraltet, viele Menschen leben am Existenzminimum.
Durch die Erdbeben und die zahlreichen Nachbeben sind unzählige Gebäude eingestürzt. Mindestens 188 Personen sind gestorben, 1520 wurden verletzt, viele werden noch vermisst. Experten rechnen mit Tausenden oder gar Zehntausenden Todesopfern.
Die Regierung hat den Notstand ausgerufen, die Rettungskräfte arbeiten mit mangelhafter Ausrüstung auf Hochtouren. Die Schweiz hat 80 Spezialkräfte mit acht Suchhunden und 18 Tonnen Rettungsmaterial nach Venezuela geschickt.
Internationale Hilfsteams mit Spürhunden bereiten sich auf den Einsatz in Venezuela vor. Nach den tödlichen Erdbeben, die das südamerikanische Land erschüttert haben, werden aus Ländern wie Deutschland und Mexiko Rettungskräfte entsandt, um nach Überlebenden zu suchen.
Das Schicksal von Benjamin erschüttert viele: Der fünfjährige Junge wurde nach den Erdbeben aus einem Gebäude in Caracas geborgen. Er erlitt Verletzungen, brach sich den Arm, es geht ihm aber den Umständen entsprechend gut.

Doch unklar ist noch, wie es seiner Mutter geht und wo sie sich befindet. In sozialen Medien und auf einer Website von vermissten und aufgefundenen Personen wird nach ihr gesucht.
Benjamin ist kein Einzelfall: Zahlreiche geborgene Kinder vermissen noch ihre Eltern oder Familienangehörigen. In den sozialen Medien werden zahlreiche Fotos geteilt und so nach den Personen gesucht.
Die venezolanischen Rettungskräfte sind schlecht ausgerüstet. Der aus den Trümmern eines Hauses gerettete Erick Paul bezeugt dies gegenüber «Reuters».

Er sei vier Stunden in den Trümmern gelegen, bis ihn jemand vom Zivilschutz gerettet habe. «Sie hatten nicht viel Werkzeug. Sie konnten Meissel, Bohrer und Schleifmaschinen nicht finden. Sie haben sich mit den Fingernägeln daran gemacht, mich zu befreien.»
Zahlreiche Länder haben Rettungsteams mit guter Ausrüstung losgeschickt. Auch aus der Schweiz sind 80 Retter auf dem Weg nach Venezuela. Sie haben acht Spürhunde und 18 Tonnen Rettungsmaterial dabei.











