Katar-Scheich kauft Berlusconis Bunga-Bunga-Villa
Der Ex-Aussenminister Katars, Scheich Al Thani, hat die Bunga-Bunga-Villa von Silvio Berlusconi gekauft. Die Erben haben den Preis stark reduziert.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Scheich aus Katar kauft die berüchtigte «Bunga-Bunga-Villa».
- Die Erben von Silvio Berlusconi senkten den Preis auf 350 Millionen Dollar.
- Der einstige italienische Premier feierte in der Villa wilde Partys und empfing Staatsoberhäupter.
Die Villa «La Certosa» auf Sardinien ist berühmt-berüchtigt. Nun hat sie den Besitzer gewechselt: von den Erben von Silvio Berlusconi zum katarischen Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschabr Al Thani. Darüber berichtet unter anderem die «Bild».
Der einstige italienische Ministerpräsident Berlusconi nutzte die Villa vor allem als Sommerresidenz. Er feierte dort wilde Partys mit vielen jungen Frauen, weshalb auch von der «Bunga-Bunga-Villa» die Rede ist.
Berlusconi musste auch wegen dieser Feiern vor Gericht: Wegen Korruption und Amtsmissbrauchs wurde er verurteilt, vom Vorwurf der Förderung der Prostitution Minderjähriger aber freigesprochen.
Das Anwesen wurde auch für politische Zwecke verwendet. So empfing Berlusconi unter anderem Wladimir Putin, George W. Bush oder Tony Blair dort.
Nun kauft Al Thani das Anwesen für 350 Millionen Euro. Zuvor verlangten die Erben Berlusconis noch rund 500 Millionen.
Die Villa steht auf 120 Hektar Land und hat Meerblick. Sie umfasst sieben Schwimmbäder, einen künstlichen Vulkan und ein Amphitheater. Die Wohnfläche ist 4500 Quadratmeter gross und hat 126 Zimmer.
Das Anwesen bleibt auch nach dem Verkauf in den Händen eines umstrittenen Politikers: Al Thani war von 2007 bis 2013 Premier- und Aussenminister von Katar. Sein Cousin ist Tamim bin Hamad Al Thani, der Emir des Golfstaates. Sein Vermögen wird auf rund fünf Milliarden Dollar geschätzt.
















