Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich am WEF zum Ukraine-Krieg geäussert. Er wisse nicht, wie «der Krieg ausgehen wird».
Jens Stoltenberg
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg beim WEF in Davos. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach am WEF über den Ukraine-Krieg.
  • Er könne «nicht vorhersagen, wie der Krieg ausgehen wird».
  • Jedoch sei es wichtig, dass «der Konflikt nicht zu einem totalen Krieg» eskaliere.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte am Dienstag am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, er könne «nicht vorhersagen, wie der Krieg ausgeht». Die europäische Sicherheit werde aber nicht von Gewalt und Einschüchterung diktiert. Die russische Haltung zu Öl und Gas sei «eine Einschüchterung», die nicht hingenommen werden könne. Das sagte Stoltenberg in seiner Rede am WEF.

Er mahnte jene Nato-Länder, die wirtschaftliche Interessen über die Sicherheit stellen wollten, insbesondere in Energiefragen. «Wir müssen sicherstellen, dass dieser brutale Konflikt nicht zu einem totalen Krieg» mit der atlantischen Allianz eskaliere, sagte der Stoltenberg. Der Nato-Generalsekretär rief in Erinnerung, dass in der Nähe der Ukraine 40'000 Soldaten unter Nato-Kommando stünden.

Optimistisch für Nato-Eintritt von Schweden und Finnland

Stoltenberg sprach auch die Entscheidung Finnlands und Schwedens an, die der Nato beitreten wollen. Das sei «historisch», sagte Stoltenberg. Am Samstag hatte er mit Präsident Recep Tayyip Erdogan über seine Vorbehalte gegen den Beitritt dieser Länder zur Nato gesprochen. Er bleibe optimistisch, dass eine Einigung mit einem «wichtigen» Verbündeten möglich sei.

Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich der Nato-Generalsekretär ausserdem besorgt über die Fragmentierung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten.

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