Deutschlands Staatspräsident Frank-Walter Steinmeier hat am zweiten Tag des Treffens deutschsprachiger Staatsoberhäupter den Klimaschutz als ein Topthema im deutschen Wahlkampf bezeichnet. An der Frage der Klimaneutralität und wann sie erreicht werden solle komme keine Partei vorbei, sagte er am Dienstag.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zuvor hatten die Staatsoberhäupter von Belgien, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Potsdam besucht.

In Deutschland wird am 26. September ein neues Parlament gewählt. Das Land strebt bis 2045 Klimaneutralität an, das heisst, es will dann nur noch so viele Treibhausgase ausstossen wie gebunden werden können.

Die deutschsprachigen Staatsoberhäupter treffen sich jedes Jahr an wechselnden Orten. Im vergangenen Jahr fiel die Begegnung wegen der Corona-Pandemie aus. Am Montag, dem ersten Tag des zweitägigen Treffens, hatten sie sich über die unterschiedlichen Erfahrungen in der Pandemie ausgetauscht.

«Ich glaube, allen Beteiligten ist heute nochmal klar geworden, wie ehrgeizig es schon ist, die Erderwärmung auf unter 2 Grad, 1,5 Grad, zu begrenzen», sagte Steinmeier weiter. Die Politik müsse mutig sein, meinte er. Der Direktor des PIK, Ottmar Edenhofer, habe sehr nachdrücklich bekräftigt, dass es nicht nur eine Frage der Zielkorridore sei, die beschlossen werden, «sondern dass diese Zielkorridore auch unterlegt sein müssen durch konkrete politische Entscheidungen».

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