Betrüger machen mit verstorbenem Alfred Heer (†63) Kasse
Im Internet locken Kriminelle mit gefälschten Anzeigen. Dabei verwenden sie auch den Namen von Alfred Heer (†63).

Das Wichtigste in Kürze
- Kriminelle nutzen im Internet unter anderem Alfred Heer (†63) als Lockvogel für Betrug.
- Anhand von Fake-Anzeigen wollen sie Facebook-Nutzern Geld abnehmen.
- SVP-Nationalrat Mauro Tuena ist empört und geht gegen die Betrüger vor.
Nach dem Tod des SVP-Politikers Alfred Heer (†63) wollen Kriminelle im Internet mit seinem Namen Geld erbeuten.
Ein gefälschter «Blick»-Artikel suggeriert etwa, Heer habe seinem Nationalratskollegen Mauro Tuena seine IT-Firma zu 51 Prozent vermacht. Diese sei 180 Millionen Franken wert, steht in der Anzeige gemäss einem Bericht von «CH Media» weiter.

Der Familie habe der verstorbene Politiker eine Investmentplattform vererbt, die mithilfe künstlicher Intelligenz globale Märkte analysiere. Leser der Anzeige werden aufgefordert, sich für 250 Franken zu registrieren. Gelockt werden sie mit einer vermeintlichen Rentabilität von 3500 bis 9000 Franken.
Doch wer einzahlt, verliert das Geld.

SVP-Nationalrat Tuena wurde von Bekannten auf die Anzeige, die ihn erwähnt, angesprochen und ist empört: «Das ist absolut pietätlos», zitiert ihn «CH Media».
«Diese Anzeige ist eine Schweinerei. Alles ist Lug und Trug. Nicht ein einziges Wort stimmt. Zudem werden ahnungslose Leser in die Irre geführt.»
Tuena, der mit Heer geschäftlich zusammengearbeitet hatte, wurde in der Folge aktiv und wandte sich an das Bundesamt für Cybersicherheit und das Bundesamt für Polizei Fedpol. «Beide Stellen waren sehr hilfsbereit.»
Auch Blocher und Rösti betroffen
Facebook, Instagram, X und Microsoft News ruft Tuena auf, gegen die Fake-Anzeige vorzugehen. «Ich appelliere an die Betreiber der verschiedenen Plattformen, sofort zu reagieren, wenn derartiger Missbrauch gemeldet wird.»
Vonseiten des Meta-Konzerns, zu dem Facebook und Instagram gehören, habe er noch nichts gehört, erklärt der SVP-Nationalrat: «Das ist sehr ärgerlich.»
Nicht nur der Name von Alfred Heer wird von den Kriminellen online missbraucht. Auch alt Bundesrat Christoph Blocher, Bundesrat Albert Rösti und UBS-Chef Sergio Ermotti fordern vermeintlich zum Investment auf.












