Alfred Heer

    Betrüger machen mit verstorbenem Alfred Heer (†63) Kasse

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Zürich,

    Im Internet locken Kriminelle mit gefälschten Anzeigen. Dabei verwenden sie auch den Namen von Alfred Heer (†63).

    Alfred Heer
    Nach dem Tod von Alfred Heer kursieren online Fake-Anzeigen mit seinem Namen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kriminelle nutzen im Internet unter anderem Alfred Heer (†63) als Lockvogel für Betrug.
    • Anhand von Fake-Anzeigen wollen sie Facebook-Nutzern Geld abnehmen.
    • SVP-Nationalrat Mauro Tuena ist empört und geht gegen die Betrüger vor.

    Nach dem Tod des SVP-Politikers Alfred Heer (†63) wollen Kriminelle im Internet mit seinem Namen Geld erbeuten.

    Ein gefälschter «Blick»-Artikel suggeriert etwa, Heer habe seinem Nationalratskollegen Mauro Tuena seine IT-Firma zu 51 Prozent vermacht.

    Diese sei 180 Millionen Franken wert, steht in der Anzeige gemäss einem Bericht von «CH Media» weiter.

    Alfred Heer
    Alfred Heer (†63) als Lockvogel: Kriminelle schalten im Internet gefälschte Anzeigen auf. - Screenshot Facebook

    Der Familie habe der verstorbene Politiker eine Investmentplattform vererbt, die mithilfe künstlicher Intelligenz globale Märkte analysiere. Leser der Anzeige werden aufgefordert, sich für 250 Franken zu registrieren.

    Gelockt werden sie mit einer vermeintlichen Rentabilität von 3500 bis 9000 Franken. Doch wer einzahlt, verliert das Geld.

    Mauro Tuena Alfred Heer
    Mauro Tuena (SVP) hat die Fake-Anzeigen, die den Namen von Alfred Heer missbrauchen, gemeldet. - keystone

    SVP-Nationalrat Tuena wurde von Bekannten auf die Anzeige, die ihn erwähnt, angesprochen und ist empört: «Das ist absolut pietätlos», zitiert ihn «CH Media».

    «Diese Anzeige ist eine Schweinerei. Alles ist Lug und Trug. Nicht ein einziges Wort stimmt. Zudem werden ahnungslose Leser in die Irre geführt.»

    Tuena, der mit Alfred Heer geschäftlich zusammengearbeitet hatte, wurde in der Folge aktiv. Und wandte sich an das Bundesamt für Cybersicherheit und das Bundesamt für Polizei Fedpol. «Beide Stellen waren sehr hilfsbereit.»

    Nebst Alfred Heer: Auch Blocher und Rösti betroffen

    Facebook, Instagram, X und Microsoft News ruft Tuena auf, gegen die Fake-Anzeige vorzugehen. «Ich appelliere an die Betreiber der verschiedenen Plattformen, sofort zu reagieren, wenn derartiger Missbrauch gemeldet wird.»

    Vonseiten des Meta-Konzerns, zu dem Facebook und Instagram gehören, habe er noch nichts gehört, erklärt der SVP-Nationalrat: «Das ist sehr ärgerlich.»

    Hast du online schon Fake-Anzeigen gesehen?

    Nicht nur der Name von Alfred Heer wird von den Kriminellen online missbraucht. Auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher, Bundesrat Albert Rösti und UBS-Chef Sergio Ermotti fordern vermeintlich zum Investment auf.

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