HT5 will mit Tessiner Technologiefirma Centiel fusionieren
HT5, die Firmenhülle der insolventen Hochdorf, hat einen Käufer gefunden. Sie hat eine Vereinbarung mit Centiel, einem Tessiner Anbieter von Notstromlösungen, unterzeichnet. Die Fusion, mit der Centiel an die Börse gelangen kann, soll bis Mitte 2026 vollzogen werden.

Als nächstes müssen die Aktionäre an einer Generalversammlung der Fusion zustimmen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die Transaktion soll mittels einer sogenannten Absorptionsfusion nach Schweizer Fusionsgesetz erfolgen. Damit verbunden ist eine ordentliche Kapitalerhöhung zwecks Ausgabe von HT5-Aktien an die Aktionäre von Centiel.
Die schuldenfreie Centiel wird dabei mit einem Eigenkapitalwert von 125 Millionen Franken bewertet und HT5 mit 2,04 Franken je Anteilsschein. Im Rahmen der Fusion ist zudem die Marktplatzierung eines Teils der Anteile des Gründerteams geplant, um damit einen attraktiven Streubesitz zu erreichen, heisst es weiter.
Ferner ist eine Barkapitalerhöhung geplant. Dies soll dem fusionierten Unternehmen zusätzliche Liquidität für die Wachstumsfinanzierung beschaffen.
Das bestehende Team von HT5 will in der neuen Gesellschaft weiter aktiv bleiben. Es strebe «im Zuge des öffentlichen Angebots eine Erhöhung seiner bestehenden Beteiligung an», lässt sich Gregor Greber, CEO und Verwaltungsrat der HT5, in der Mitteilung zitieren.
Centiel ist auf Stromausfallschutz spezialisiert. Das Unternehmen erwirtschaftete laut provisorischen Zahlen 2025 einen konsolidierten Umsatz von 46 Millionen Franken und ist in mehr als 60 Ländern vertreten.
HT5 ist aus dem Milchverarbeiter Hochdorf hervorgegangen. Das Unternehmen ist an der Börse kotiert, hat aber keine eigene Geschäftstätigkeit. Es strebt an, sich mit einem operativ tätigen Unternehmen zusammenzuschliessen und dieses so an die Börse zu bringen.






