Auf La Palma ist der Kegel des Vulkans teilweise eingestürzt. Die Lava fliesst aber auf demselben Weg bergab wie bisher.
Cumbre Vieja volcano continues its activity
Asche steigt am 4. Oktober 2021 aus dem Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Weitere Evakuierungen seien zunächst nicht nötig geworden, heisst es in einem TV-Sender.
  • Die Regierung hat ein Sofortprogramm mit Hilfszahlungen angekündigt.

Der Kegel des Vulkans auf der Kanareninsel La Palma ist teilweise eingestürzt und der Lavastrom Richtung Meer hat sich verstärkt. Das mehr als 1000 Grad heisse Gestein fliesse aber auf demselben Weg bergab wie bisher, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE am Montag. Weitere Evakuierungen seien deshalb zunächst nicht nötig geworden.

In Madrid kündigte Regierungschef Pedro Sánchez unterdessen ein Sofortprogramm mit Hilfszahlungen in Höhe von 206 Millionen Euro (221,5 Millionen Franken) an. Die Lava hat seit dem Beginn des Ausbruchs mehr als 1000 Gebäude zerstört und grosse Schäden in der Landwirtschaft und an der Infrastruktur angerichtet. Mehr als 5500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Der Vulkan im Süden der Insel La Palma, die bei Touristen weniger bekannt ist als die anderen Kanareninseln vor der Westküste Afrikas wie Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Wie lange er aktiv bleiben würde, konnten Vulkanologen nicht sagen.

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