Stadt Rom entdeckt antike Weinproduktion neu
Reben sollen im Herzen von Rom das Areal des Parco del Celio aufwerten. Der Park auf dem Caelius, einem der sieben Hügel Roms, wird bereits umfassend restauriert. Vorgesehen sind Investitionen in der Höhe von 282 Millionen Euro.

Geplant sind Pergolen mit einer Rebensorte, die als widerstandsfähig gegenüber Klimaveränderungen gilt. Die Reben sollen Schatten spenden und zur Verringerung der Hitze im Sommer beitragen. Für den Weinberg stellt die Stadt 130'000 Euro bereit.
Bereits im September vergangenen Jahres wurde im Parco di San Sisto unweit des Caelius ein erster Weinberg angelegt. Dort installierte das Start-up-Unternehmen «Citiculture» Klimasensoren entlang der Rebzeilen. Die solarbetriebenen Systeme erfassen Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Sonneneinstrahlung sowie Feinstaubbelastung. Nach dem Pilotprojekt in San Sisto plant die Stadt nun eine Ausweitung im Parco del Celio.
«Die Geschichte Roms ist eng mit der Weinkultur verbunden und reicht bis ins 8. Jahrhundert vor Christus zurück», sagte Stadträtin Sabrina Alfonsi. Der Weinbau sei einst auch ein Instrument der römischen Expansion gewesen. Hinweise darauf finden sich bis heute in Ortsnamen sowie im Monte Testaccio, einem Hügel, der aus Millionen zerbrochener Amphoren für Öl und Wein entstanden ist.
Neben dem Wein spielt auch Olivenöl in Rom eine Rolle. Freiwillige einer lokalen Organisation pflegen Olivenbäume im Parco dei Romanisti. Das gewonnene Öl wird an bedürftige Familien verteilt.










