Grösse zeigen! Patrick Fischer könnte Hetze auf SRF-Mann beenden
Die Entlassung von Patrick Fischer spaltet die (Hockey-)Schweiz. Der Ex-Nationaltrainer selbst könnte jetzt die Nation vereinen. Ein Kommentar.

Das Wichtigste in Kürze
- Fans & Politiker gehen auf Pascal Schmitz, den Überbringer der schlechten Nachricht, los.
- Vor der Heim-WM ist die (Hockey-)Schweiz gespalten.
- Der entlassene Patrick Fischer sollte sich zu Wort melden. Ein Kommentar.
Noch 24-mal schlafen, dann ist es so weit: Die Hockey-Nati startet gegen die USA in die Heim-WM.
Von Euphorie ist nicht viel zu spüren. Die (Hockey-)Schweiz ist gespalten.
Wut macht sich breit. Diese richtet sich vor allem gegen SRF-Mann Pascal Schmitz. Gegen den «Schweiz aktuell»-Moderator, der der Corona-Geschichte, die Fischer beim Zmittag erzählte, nachging. Und damit den Sturz des Nationaltrainers einleitete.
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Schmitz hat uns mit seiner Arbeit die WM kaputt gemacht, schiessen Fans. Der Überbringer der schlechten Nachricht wird nicht nur auf Social Media abgestraft. SVP-Nationalrat Mauro Tuena fordert im TV sogar seinen Rücktritt als Stadion-Speaker der Rapperswil-Jona Lakers.
Fakt ist: Fischer hat vor vier Jahren einen Fehler gemacht hat. Für diesen bezahlt er nun.
Nati nicht im Stich lassen!
Der 50-Jährige hat jetzt die Chance, etwas zu tun, was er als Hockey-Nationaltrainer über zehn Jahre lang eindrücklich gemacht hat: Grösse zeigen.
In Zeiten, in denen Neo-Trainer und Spieler vom Verband Maulkörbe aufgesetzt bekommen, könnte der dreifache Silber-Held seine Stimme erheben.
Patrick Fischer könnte sich öffentlich an sein Team wenden und ihnen Mut machen.
In seiner ersten Video-Botschaft sagte Fischi: Er habe das Zertifikat gefälscht, weil er die Nati an Olympia nicht im Stich lassen wollte.
Jetzt kann er zeigen, dass es ihm wirklich um das Team geht und nicht um ihn als Person. So, wie er es immer selbst vorgelebt hat.
Ausgerechnet Patrick Fischer kann Hetze auf SRF-Schmitz beenden
Fischer könnte sagen, dass nur er selbst für die jetzige Situation verantwortlich ist. Fischer könnte die Hetze auf SRF-Schmitz beenden. Ja, ausgerechnet Fischer. Wer Fischer kennt, der weiss, dass der Ex-Nationaltrainer so etwas nicht gut heissen kann.
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Patrick Fischer liebte es, Eishockey zu spielen. Er liebt es noch mehr, Trainer zu sein. Das krönende Highlight seiner Nati-Amtszeit zum Abschluss wird ihm nun genommen. Extrem hart.
Patrick Fischer liebt aber auch die Schweiz. «Ich verliere viel lieber und bin dafür Schweizer, als Amerikaner zu sein», sagte er nach dem Silber-Hattrick im letzten Jahr.
Leider steht Fischi nicht mehr an der Bande. Die Schweiz braucht ihn trotzdem genau jetzt.
Sie braucht ihn, um sich zu versöhnen. Um gemeinsam nach vorne schauen zu können. Es braucht Patrick Fischer, um die Heim-WM zu retten.















