Sparkassencoup in Gelsenkirchen: Polizei hat neue Spur
Nach einem Bankeinbruch in Gelsenkirchen (D) haben Ermittler Autokennzeichen am Tatort gefunden – der spektakuläre Sparkassencoup sorgt weiter für Aufsehen.

Der Sparkassenraub in Gelsenkirchen hält Menschen über die Landesgrenzen von Deutschland hinaus in Atem: Es könnte sich um den grössten Coup in der Geschichte des Staates handeln.
Vorläufigen Ermittlungen zufolge bohrten die Täter ein grosses Loch in den Tresorraum. Fast alle 3250 Kundenschliessfächer wurden aufgebrochen, berichtet der «Spiegel».
Die Höhe des erbeuteten Bargeldes ist bislang noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft Videoaufnahmen sowie Spuren am Tatort.
Kennzeichen von Täterfahrzeug gefunden
Überwachungskameras im angrenzenden Parkhaus in Gelsenkirchen zeigten drei maskierte Personen. Ein schwarzer Audi RS6 und ein weisser Kleintransporter kamen zum Einsatz, teilt «ZDF heute» mit.
Das Kennzeichen des Audis stammt aus Hannover und wurde gestohlen. Ermittler prüfen eine Verbindung zu niederländischen Tätern.
Ein Zeuge fand die Autokennzeichen am Sonntagnachmittag beim Dortmunder Hauptbahnhof. Sie lagen in einem Abfallbehälter am Taxistand, berichtet der «Spiegel» weiter.
Zeugenaufruf nach Bankeinbruch in Gelsenkirchen
Die Polizei sicherte Spuren und befragte einen Zeugen erkennungsdienstlich, um seine Verbindung zu den gefälschten Kennzeichen auszuschliessen. Dutzende Hinweise gehen die Ermittler derzeit nach, bislang ohne heisse Spur.
Zur Koordination der Ermittlungen wurde eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet, wie «ZDF heute» berichtet. Zeugen werden gebeten, relevante Hinweise über das Fahndungsportal oder telefonisch unter 0209/365-8112 zu melden.

Auch Videos aus dem Parkhaus gehören zu den zentralen Ermittlungsansätzen. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täter schnell identifizieren zu können.
Kunden demonstrieren vor Filiale
Der Schaden durch den Bankeinbruch könnte über 100 Millionen Euro (rund 92,8 Franken) betragen, wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr. Mehr als 2500 Kunden sind laut dem «Spiegel» von dem Vorfall betroffen.
Die Sparkasse hat für betroffene Kunden eine Hotline (0209 161 1110) eingerichtet. Vor der Filiale protestierten unterdessen mehrere Geschädigte, wie der «WDR» berichtet.
Die Polizeisprecher gehen laut «dein-ms.de» von Profis aus. Die Tat zog sich in Gelsenkirchen über mehrere Tage und die Täter entkamen unerkannt.












