Spanien hat eine Kampagne gegen die Diskriminierung von Frauen gestartet, die den Sommer auch ohne «perfekten Körper» geniessen wollen.
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Frauen schwimmen am Strand La Concha in San Sebastian, Nordspanien. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Spanien hat eine Aktion gegen die Diskriminierung von Frauen gestartet.
  • Ziel der Regierung ist die Sensibilisierung bezüglich «perfekter Körper».
  • Auf Twitter ist die Kampagne bereits über 2000-mal kommentiert worden.

Die spanische Regierung hat Mitte Mai einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der Frauen drei bis fünf Tage Menstruationsurlaub im Monat gewährt. Die Beschwerden müssen von einem Arzt bestätigt werden, und die Kosten werden vom Staat getragen.

Billigt das Parlament den Entwurf, nimmt Spanien eine Vorreiterrolle ein. In keinem anderen Land in der westlichen Hemisphäre gibt es ein vergleichbares Gesetz.

«Sommer ist für alle da!»

Nun sorgt das Ministerium für Gleichberechtigung in Madrid erneut für Aufsehen. Irene Montero, die Ministerin für Gleichberechtigung, teilte ein Bild auf Twitter und schreibt dazu: «Wir haben das Recht, das Leben so zu geniessen, wie wir sind, ohne Schuld oder Scham. Der Sommer ist für alle (Frauen) da!»

Auf dem Bild sind drei übergewichtige junge Frauen zu sehen, die sich am Strand vergnügen. Darüber prangt die Aufschrift «Der Sommer gehört auch uns». Zu sehen ist auch eine ältere Dame, die nach der Entfernung einer Brust «oben ohne» am Meer steht.

Es ist nicht die erste Aktion der linken Regierung in Spanien, die zu reden gibt. Zuletzt gab es auch eine Verschärfung des Sexualstrafrechts und eine Kampagne gegen sexistische Werbung für Kinderspielzeug.

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