Deutscher lässt Geld-Koffer auf 1400 Meter zurück

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Österreich,

Hilferufe aus einem Waldgebiet und ein Geldkoffer auf 1400 Metern Höhe: Im Tiroler Landeck sorgte ein rätselhafter Vorfall für turbulente Weihnachtsfeiertage.

Wegen eines Mannes und seines Geldkoffers erlebten die Einsatzkräfte in Landeck kuriose Weihnachtsfeiertage. (Symbolbild) - BMI

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Tiroler Landeck (Ö) wurden am ersten Weihnachtsfeiertag Hilfeschreie vernommen.
  • Trotz einer grossangelegten Suchaktion stiess die Polizei bloss auf einen Geldkoffer.
  • Später stellte sich heraus, dass der Besitzer des Koffers eigenständig wieder abreiste.

Die Weihnachtsfeiertage hielten die Einsatzkräfte in Landeck (Ö) auf Trab. Auslöser waren mehrere Meldungen von Zeugen, die die Polizeiinspektion Landeck am zweiten Weihnachtstag gegen 1 Uhr morgens erreichten.

Anwohner berichteten von verzweifelten Hilferufen aus dem Schlosswald zwischen Angedair und Öd, wie die Polizei schreibt. Umgehend leiteten die Beamten eine grossangelegte Suchaktion ein, zunächst mit eigenen Kräften.

Im weiteren Verlauf wurden Feuerwehr und Bergrettung aufgeboten. Auch Drohnen, Suchhunde sowie ein Polizeihelikopter kamen zum Einsatz.

Gemeinsam durchkämmten die Einsatzkräfte das steile Gelände – zunächst ohne Erfolg. Die Suche musste vorerst abgebrochen werden.

Geld-Koffer auf 1400 Metern

Die entscheidende Wende brachte ein Hinweis am folgenden Tag. Ein Jäger entdeckte Fussspuren sowie Abdrücke eines Rollkoffers, die sich durch das Gelände zogen.

Daraufhin wurden erneut Suchhunde, Polizei- und Feuerwehrdrohnen sowie der Polizeihubschrauber «Libelle Tirol» eingesetzt.

Nach intensiver Suche konnte schliesslich ein Reisetrolley auf rund 1400 Metern Höhe lokalisiert werden. Im Koffer befanden sich ein Portemonnaie sowie persönliche Dokumente.

Diese liessen sich einem 43-jährigen Deutschen zuordnen. Der Mann konnte von den Beamten kontaktiert werden und war offenbar unversehrt.

Mann verbrachte Nacht im Freien

Erste Ermittlungen zeichnen ein ungewöhnliches Bild des Geschehens. Der 43-Jährige war an Heiligabend mit dem Zug nach Landeck gereist. Von dort aus hatte er sich zu Fuss auf den Weg gemacht.

Er folgte zunächst einem Forstweg, verliess diesen jedoch später und stieg weiter in unwegsames Gelände ab. Dort kam er schliesslich nicht mehr weiter.

Musstest du schon mal von der Bergrettung abgeholt werden?

Da sein Handy nicht mehr funktionierte, rief er laut um Hilfe, wie die Polizei mitteilt. Der Mann musste die Nacht im Freien verbringen, erst am Morgen gelang ihm der Abstieg ins Tal.

Geldkoffer zurückgelassen

Bei seiner Rückkehr liess der Mann den Trolley zurück – mitsamt Dokumenten und Portemonnaie.

Er gelangte offenbar ins Stadtgebiet von Landeck, meldete den Vorfall jedoch nicht bei den Behörden. Stattdessen reiste er mit dem Zug zurück nach Deutschland.

Bei der polizeilichen Befragung gab er an, sich bei seiner Heimreise leicht verletzt zu haben. Die Hintergründe des nächtlichen Ausflugs sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Insbesondere die Frage, weshalb der Mann mit einem Koffer voller Geld allein ins Gebirge aufbrach.

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Kommentare

User #4645 (nicht angemeldet)

Später stellte sich heraus, dass der Besitzer des Koffers eigenständig wieder abreiste. ¿¿¿¿¿¿¿ Später stellte sich heraus, dass der Eigentümer des Koffers bereits ohne Hilfe abgereist war.

User #3422 (nicht angemeldet)

Was jetzt? Ein Koffer mit einem Portemonnaie und Dokumenten oder ein Koffer voller Geld? Einfach wieder mal was rausposaunen…

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