Wahlkampf

Söder: Schwierigster Wahlkampf seit gut zwanzig Jahren

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Deutschland,

Im Ringen um die Kandidatenfrage der Union musste er sich Armin Laschet geschlagen geben. Nun hat CSU-Chef Marksu Söder seine Einschätzung des anstehenden Wahlkampfes präsentiert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder während einer Pressekonferenz im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler/dpa/Pool
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder während einer Pressekonferenz im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler/dpa/Pool - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Unionsparteien müssen sich nach Einschätzung von CSU-Chef Markus Söder auf den härtesten Bundestagswahlkampf seit mehr als zwanzig Jahren gefasst machen.

«Eines ist klar: Es wird wohl der schwierigste Wahlkampf der Union seit 1998. Die Umfragen zeigen kein gutes Bild. Und die Ausgangslage ist auch relativ schwierig», sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend im ZDF-«heute journal». Es stehe viel Arbeit an, denn auch inhaltlich müsse der Führungsanspruch von CDU und CSU untermauert werden.

Die Menschen wählten nicht Erfolge der Vergangenheit, sondern erwarteten «Hunger und Ideenreichtum». Ausdrücklich verwies er auf die Grünen, die mit Annalena Baerbock eine junge Kanzlerkandidatin «mit frischen Ideen» ins Rennen schickten.

Dass er selbst die Kanzlerkandidatur dem CDU-Chef Armin Laschet habe überlassen müssen, tue ihm nicht mehr weh, sagte Söder. Er hätte es gern gemacht, doch sei dies auch nicht «der Lebensplan gewesen».

Fünf Monate vor der Bundestagswahl hat die Union nach einer neuen Umfrage stark in der Wählergunst verloren und wurde von den Grünen von Platz eins verdrängt.

Im «Sonntagstrend» des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der «Bild am Sonntag» kommen die Grünen auf 28 Prozent, die Union nur noch auf 27 Prozent. Auch bei einer Kanzler-Direktwahl hätte Baerbock gute Karten, wie eine Insa-Befragung für die «Bild am Sonntag» ergab. Demnach würden 30 Prozent Baerbock direkt wählen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz käme auf 20 Prozent und Laschet auf 18 Prozent.

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