Die Slowakei löst sich zu grossen Teilen von russischem Erdgas. Laut Wirtschaftsminister Sulik kann das Land die Abhängigkeit um 65 Prozent reduzieren.
Slowakei
Der slowakische Wirtschaftsminister Richard Sulik. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Slowakei macht sich weniger abhängig von russischem Gas.
  • Das osteuropäische Land verringert den Gasbezug von Russland um 65 Prozent.

Die Slowakei hat ihre Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen beträchtlich verringert. Das gaben Ministerpräsident Eduard Heger und Wirtschaftsminister Richard Sulik am Freitag bekannt.

Heger verkündete an einer neu errichteten Erdgas-Kompressorstation in der ostslowakischen Gemeinde Vyrava den Beginn des Testbetriebs einer Gaspipeline, die Polen und die Slowakei verbindet.

Die mit EU-Förderungen gebaute Leitung werde der Slowakei ermöglichen, Gas auch aus Norwegen und Übersee zu beziehen.

Neue Verträge mit Norwegen und Polen

Wirtschaftsminister Richard Sulik gab in Bratislava die Unterzeichnung von mehreren Gaslieferverträgen bekannt. Eine Vereinbarung mit Norwegen könne ab Juni 32 Prozent des slowakischen Bedarfs abdecken. Weitere 33 Prozent seien durch gleichzeitig abgeschlossene andere Vereinbarungen zur Lieferung von Flüssiggas mittels Tankern über die Ostsee und Polen gesichert.

Um die Verhandlungen nicht zu gefährden, habe er über die Details bisher Stillschweigen bewahrt. «Heute kann ich Ihnen mitteilen, dass wir unsere Abhängigkeit von russischem Gas um 65 Prozent reduziert haben», sagte Sulik. Bisher bezog die Slowakei mehr als 80 Prozent ihres Erdgasbedarfs aus Russland.

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