Simulator-Werbung: Wettbewerbszentrale mahnt Fahrschulen ab

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    Deutschland,

    In vielen Fahrschulen kommen Simulatoren zum Einsatz. Reguläre Fahrpraxis können diese allerdings noch nicht ersetzen. Das müssen Fahrschulen auch bei ihrer Werbung berücksichtigen, sagen Wettbewerbshüter.

    Fahrschulen werben auf ihrem umkämpften Markt nach Ansicht von Wettbewerbshütern nicht immer mit korrekten Aussagen. Foto: Swen Pförtner/dpa
    Fahrschulen werben auf ihrem umkämpften Markt nach Ansicht von Wettbewerbshütern nicht immer mit korrekten Aussagen. Foto: Swen Pförtner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fahrschulen werben auf ihrem umkämpften Markt nach Ansicht von Wettbewerbshütern nicht immer mit korrekten Aussagen.

    Die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg hat nach eigenen Angaben 22 Fahrschulen abgemahnt, die in ihren Werbeauftritten heikle Aussagen zum angebotenen Training in Fahrsimulatoren gemacht haben. Nach Auffassung der Zentrale sind Aussagen wettbewerbswidrig, die Kostenvorteile durch das Simulator-Training versprechen.

    Die Kosten der Fahrausbildung seien ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung der angehenden Fahrschüler, erklärte Rechtsanwalt Peter Breun-Görke. Es sei den Fahrschulen zwar unbenommen, auf mögliche Vorteile des Unterrichts im Simulator hinzuweisen. Dies könnten beispielsweise die mehrfachen Übungsmöglichkeiten von beliebigen Gefahrsituationen oder der geringere Stress gerade für Fahranfänger sein.

    Es gebe aber nach Auffassung verschiedener Gerichte bislang keine wissenschaftlichen Nachweise, dass sich durch den Einsatz der Simulatoren auch die Zahl der notwendigen Fahrstunden verringern lasse. Daher müssten Werbeaussagen zu den Kosten vermieden werden.

    In 18 Fällen habe man sich mit den Fahrschulen aussergerichtlich geeinigt, teilte die Zentrale mit. In 4 Fällen stehe ein Abschluss noch aus. Es gibt nach Angaben des Branchenverbandes Moving in Deutschland rund 10.000 Fahrschulen mit einem Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. In vielen werden bereits Simulatoren eingesetzt und den Schülern die Stunden darin in Rechnung gestellt.

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