Fertig saniert: «Schule Sternmatt 1 ist ein prägender Ort für Baar»
Nach vier Jahren Bauzeit ist die Schulanlage Sternmatt 1 fertiggestellt. Baar ZG feierte den Abschluss mit einem grossen Fest.

Noch einmal wurde die Schulanlage Sternmatt 1 zum Festplatz: Nachdem Baar ZG bereits im September 2024 die neu errichteten Gebäude eingeweiht hat, folgt am Samstag, 26. September, der zweite grosse Festtag. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten endet zugleich eine rund vierjährige Bauphase.
Im Mittelpunkt der zweiten Etappe standen die Gebäude der Sternmatt 1, die teilweise bereits seit der Eröffnung der Schulanlage im Jahr 1957 genutzt werden und teilweise unter Denkmalschutz stehen. In den vergangenen zwei Jahren wurden sie umfassend saniert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst.
Während der Eröffnungsfeier gehört der Ort ganz den Kindern: Das SEB-Team (Schulergänzende Betreuung) sorgt mit einem abwechslungsreichen Programm für Unterhaltung. Zunächst gab's aber den offiziellen Festakt.
Ansprachen, eine Segnung und ein symbolischer Akt markieren die Einweihung der fertiggestellten Schulanlage. Danach stand Sternmatt 1 allen Interessierten offen.
Grosse Freude hat natürlich Gemeindepräsident Walter Lipp. Für ihn ist die Schulanlage Sternmatt 1 eine gelungene Kombination von Alt und Neu.

Redaktion: Die Gemeinde Baar hat hier über mehrere Jahre ein grosses Bauprojekt gestemmt. Welche Bedeutung hat eine moderne und gut ausgebaute Schulinfrastruktur für die Standortattraktivität von Baar – gerade auch für Familien?
Walter Lipp: Eine gute Schule ist von grösster Wichtigkeit für die Gemeinde und trägt sowohl zur Standortattraktivität als auch zur Lebensqualität bei.
Die Schule Sternmatt 1 dient nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern der ganzen Bevölkerung – einerseits als Aufenthalts- und Freiraum und dank der Aula und der Sporthalle andererseits als Ort für Veranstaltungen und für Vereinsaktivitäten.
Redaktion: Sternmatt 1 wurde bereits 1957 eröffnet. Die Schulanlage verbindet nun die historische Bausubstanz mit neuen Gebäuden. Welchen Stellenwert hat der Erhalt älteren Gebäude und was kann dies den Kindern und Jugendlichen von heute vermitteln?
Lipp: Die Schule Sternmatt 1 mit ihren denkmalgeschützten Gebäuden ist ein prägender Ort für die Gemeinde. Die Anlage ist identitätsstiftend.
Viele Baarerinnen und Baarer sind hier zur Schule gegangen. Und heute besuchen ihre Kinder am selben Ort den Unterricht. Bei allem Wachstum ist es wichtig, dass wir historische Bausubstanz erhalten können.
Mit dem nun umgesetzten Bauprojekt ist es gelungen, die alten Gebäude so zu gestalten, dass sie einerseits ihre Identität bewahren und andererseits den heutigen Anforderungen gerecht werden. Dass auch die nicht-denkmalgeschützte alte Turnhalle erhalten und umgebaut werden konnte, ist besonders erfreulich.
Redaktion: Aus der ehemaligen Sporthalle ist ein Gebäude für die schulergänzende Betreuung geworden. Warum war diese neue Nutzung wichtig?
Lipp: Die schulergänzende Betreuung ist seit ihrer Einführung ein Erfolgsmodell. Die Belegungszahlen steigen kontinuierlich an. Bis anhin war die schulergänzende Betreuung im Schulhaus Dorfmatt einquartiert – in Räumen, die nicht dafür gebaut worden sind.
Der Gemeinde ist es ein Anliegen, auch für die schulergänzende Betreuung ideale Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Redaktion: Die Gemeinde investiert derzeit und in den kommenden Jahren viel in ihre Infrastruktur. Wie setzt Baar Prioritäten, wenn gleichzeitig bei Schulen, Verkehr, Betreuung und anderen Bereichen Investitionen nötig sind?
Lipp: Der Gemeinderat verfolgt eine langfristige Strategie und priorisiert die verschiedenen Projekte nach ihrer Dringlichkeit. Wir sind dank unserer sehr guten finanziellen Situation in einer komfortablen Lage und können die Investitionen mit eigenen Mitteln finanzieren.
Redaktion: Vielleicht zum Abschluss noch ein Wort zu dem jungsteinzeitlichen Grab, das bei den Bauarbeiten entdeckt wurde. Was bedeutet ein solcher archäologischer Fund für ein Schulareal – und für die Gemeinde Baar?
Lipp: Für die Archäologie war dieser Fund ein Lottosechser. Mit einem solchen Fund hat niemand gerechnet. Es freut mich sehr, dass das kantonale Amt für Denkmalpflege und Archäologie sowohl am Denkmaltag vom 12. September als auch an der Eröffnungsfeier der Schulanlage am 26. September mit einer Ausstellung vor Ort ist und den Fund einer breiten Öffentlichkeit vorstellt.

Auch mehrere Schulklassen haben die Ausstellung besucht und erleben damit Geschichte hautnah. Für mich zeigt die sensationelle Entdeckung nicht zuletzt, dass Baar seit 5000 Jahren ein schöner Ort ist, an dem es sich zu leben lohnt.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.








