Steinmeier: Es geht um die Selbstbehauptung der Demokratie

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    Deutschland,

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Tag der Deutschen Einheit zu einer entschlossenen Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Beim Festakt in Bremen warnte er zugleich vor einem weiteren Erstarken extremistischer Kräfte in Deutschland, auch befeuert durch Lügen und Manipulationen in sozialen Medien.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit im Konzerthaus «Zur Glocke». Bremen richtet unter dem Motto «Viele Stärken. Foto: Sina Sc...
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit im Konzerthaus «Zur Glocke». Bremen richtet unter dem Motto «Viele Stärken. Foto: Sina Sc... - Keystone/dpa-Pool/Sina Schuldt

    «Und das alles wird begleitet durch eine unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte, die eine Lust an der Zerstörung ausleben, andere Menschen verhöhnen und bedrohen. Und das gefährdet eben nicht nur Freiheit und Demokratie», sagte Steinmeier. «Es gefährdet auch unsere innere Einheit. Und das dürfen wir nicht wollen.»

    Ist Berlin wie Weimar? Steinmeier: Frage «noch nicht entschieden»

    Bald vier Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit erklärten grosse Teile der Gesellschaft ihr Misstrauen gegen die politische Ordnung der Bundesrepublik. Jede Wählerstimme zähle und sei ernst zu nehmen. Er sagte: «Gerade deshalb können wir uns nicht um die Tatsache herumdrücken, dass ein Viertel und mehr mit ihrer Wahlentscheidung bekunden, dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen der Republik abwenden.»

    Die Diskreditierung demokratischer Verfahren, die Radikalisierung der Öffentlichkeit und die Diffamierung des Kompromisses müssten eine Warnung sein. «Sie wird immer anders sein, aber ob die Berliner der Weimarer Republik ähnlicher wird, diese Frage ist noch nicht entschieden. Aber wir haben es in der Hand», sagte Steinmeier.

    Demokratie wird «neu angefochten»

    Er habe gedacht, alle hätten die Lektion aus der Geschichte gelernt, und müsse nun sehen, wie Parteigänger des Rechtsextremismus heute das Andenken an die Opfer des Holocaust ausradieren wollen. Steinmeier sagte: «Ich habe unsere Demokratie für gesichert gehalten und muss erfahren, dass sie jedenfalls neu angefochten wird. Ja, und deshalb: es geht in Zukunft um die Selbstbehauptung der Demokratie.»

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    Kommentare

    User #4643 (nicht angemeldet)

    Man mag dieses Geleier nicht mehr hören. Es sind keine richtigen Argumente. Immer diese perfide geäußerten Neinungen, deren keinerlei Beweise unterliegen. Das Vergleichen mit der Zeit um und im 2.Weltkrieg, ist ein verzweifelter Versuch, so die Opposition abzuklemmen. Es ist in etwa so, wie wenn ich jemanden kenne, dessen Großvater z.Bsp. ein Massenmörder war und ich heute steif und fest behaupte er selber und seine Kinder und auch seine zukünftigen Enkel seien dies auch, obwohl nichts vorliegt.

    User #5899 (nicht angemeldet)

    Leider werden kritische Geister heute in die rechte Ecke gedrängt. Das wurd nicht vergessen! Wie schön war es doch früher, als alle Meinungen zugelassen wurden.

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