Zugunglück: Behörden befürchten bis zu 43 Tote in Spanien
Bei dem schweren Zugunglück in Spanien sind 40 Menschen gestorben, 170 wurden verletzt. Die Ermittlungen zur Ursache und dem Hergang dauern an.

Das Wichtigste in Kürze
- In Spanien entgleiste ein Zug und kollidierte mit einer entgegenkommenden Bahn.
- 40 Menschen starben, 170 wurden verletzt, einige davon schwer.
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Am Sonntagabend kollidierten in der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba zwei Züge. Einer der beiden war zuerst entgleist und auf das benachbarte Gleis geraten, wo er mit einem entgegenfahrenden Zug kollidierte. Mindestens 40 Personen starben, 170 wurden verletzt, teils schwer. Weitere Opfer könnten noch folgen.

Die Rettungsarbeiten dauern noch an, der genaue Unfallhergang sowie der -grund sind noch unklar.
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10.57: Die spanischen Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend in Andalusien. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska dem staatlichen TV-Sender RTVE in der Nacht zu Dienstag.
40 Tote waren zu diesem Zeitpunkt geborgen worden. «Drei der von den Sicherheitskräften am Fundort gesichteten Leichen befinden sich noch im Zug Avila», fügte der Minister hinzu.
Bis zum Morgen konnte ein weiterer Toter aus den Trümmern geborgen werden, womit die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Polizeiangaben auf 41 stieg. Von den mehr als 170 Verletzten schwebt Medienberichten zufolge niemand mehr in Lebensgefahr. Grande-Marlaska sagte, bis Montagabend sei es gelungen, sieben Tote zu identifizieren.
Details zu den Opfern erwartet
03.10: Nach dem schweren Zugunglück in Spanien läuft die Identifizierung der zahlreichen Todesopfer auf Hochtouren. «Wir rechnen mit baldigen Ergebnissen.» Dies sagte der Leiter der zuständigen Abteilung der Polizeieinheit Guardia Civil, Juan Serrano, im Interview des Radiosenders RNE.
Bei dem Unfall gab es mehr als 170 Verletzte. Zuletzt wurden 39 noch in Spitälern behandelt, wie der Notdienst Andalusiens in der jüngsten Bilanz mitteilte. Zwölf von ihnen lagen demnach am Montagabend auf der Intensivstation. Alle seien aber inzwischen ausser Lebensgefahr, wurde betont.
Deshalb griff der Sicherheitsmechanismus nicht
03.00: Gemäss Álvaro Fernando de Heredia, dem Präsidenten der spanischen Eisenbahngesellschaft, vergingen zwischen der Entgleisung und der Kollision bloss 20 Sekunden.
Diese Zeitspanne sei zu kurz gewesen, als dass die Sicherheitsmechanismen greifen könnten. Das System, das Gegenstände auf dem Gleis erkennen und Massnahmen einleiten könne, habe wegen der kurzen Dauer nicht gewirkt. Auch habe der Lokführer keine Möglichkeit gehabt, den Zug abzubremsen.
Schweissnaht als Ursache der Entgleisung?
02.30: Der Streckenabschnitt, wo es zur Entgleisung kam, wurde erst vor einem Jahr renoviert. Laut «El Mundo» konzentrierten sich die Ermittler am Montag auf die Schweissarbeiten an den Gleisen.

Laut dem Bericht wird aktuell davon ausgegangen, dass ein Fehler in der Verschweissung der Schienen zum Unfall geführt haben könnte. Der Verkehr und die Witterung hätten einen Gleisbruch bei der mangelhaften Verschweissung verursachen können.











