Simonetta Sommaruga vertrat die Schweiz an einem Treffen von Verkehrsministerinnen und -ministern.
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Zug (Symbolbild) - Eigenproduktion

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Verkehrsministerinnen und -minister haben sich getroffen.
  • Mit dabei war auch Simonetta Sommaruga, die die Schweiz an dem Treffen vertrat.

Die EU-Verkehrsministerinnen und -minister haben an ihrem zweitägigen Treffen über die Dekarbonisierung im Verkehr gesprochen. Mit seinem Eisenbahnsystem sei die Schweiz ein Model für ganz Europa. Das sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die für die Schweiz an dem informellen Treffen teilgenommen hatte.

Denn bei der Klimapolitik spiele das Eisenbahnnetz eine sehr wichtige Rolle, sagte sie am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sommaruga ist die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

Schweiz spielt wegen Neat eine wichtige Rolle in der EU

Die EU-Länder hätten ein grosses Interesse an der Schweizer Verkehrspolitik gezeigt. «Weil wir für viele Staaten ein Vorbild sind», sagte Sommaruga. Das sei sowohl beim Personenverkehr wie auch in der Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schienen der Fall. Ausserdem spiele die Schweiz für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der EU eine wichtige Rolle.

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Blick in den Gotthard-Basistunnel während Wartungsarbeiten. - Keystone

Das heisst es in einer Mitteilung des UVEK. Denn die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) mit dem Gotthard-Basistunnel und dem Ceneri-Tunnel gehören zum Nord-Süd-Güterverkehrskorridor, der Rotterdam mit Genua verbindet. Eingebunden ist die Schweiz zudem mit dem Nordsee-Mittelmeer-Korridor von Antwerpen nach Lyon bzw. Basel.

MK, MEDIENKONFERENZ, PRESSEKONFERENZ, BUNDESRAT,
Bundesrätin und Verkerhsministerin Simonetta Sommaruga, spricht während einer Medienkonferenz über das Thema «Stromversorgungssicherheit: Gaskraftwerkreserve und Wasserkraftreserve», am Donnerstag, 17. Februar 2022, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex) - keystone

«Damit die Schweiz jedoch ihre Alpentransversalen optimal nutzen kann, müssen auch die umliegenden Länder ihre Strecken ausbauen», heisst es weiter. Denn noch fehlt der Neat-Anschluss in Deutschland. Doch nur mit «vereinten Kräften» könnten die ehrgeizigen Ziele bei der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene erreicht werden.

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