Schüler wegen Mord an Aufsichtsperson zu 18 Jahren Haft verurteilt
Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde am Donnerstag wegen des Mords an einer Aufsichtsperson seiner Mittelschule im vergangenen Jahr in der Haute-Marne zu 18 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Fall sorgte in ganz Frankreich für Aufsehen.

Die Freiheitsstrafe, die im Gerichtssaal mit Beifall aufgenommen wurde, entspricht dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Aufgrund seines jungen Alters wurde der Angeklagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Jugendgericht in Chaumont verurteilt, ihm drohten maximal 20 Jahre Haft.
Im Gegensatz zu den Anträgen der Staatsanwaltschaft erkannte das Gericht eine verminderte Zurechnungsfähigkeit des Jugendlichen zum Zeitpunkt der Tat an und ging davon aus, dass er laut der Vorsitzenden unter einem „Verfolgungswahn“ litt.
Das Gericht lehnte jedoch die durch die verminderte Zurechnungsfähigkeit bedingte Strafmilderung um ein Drittel ab, und zwar aufgrund der „extremen Schwere der Tat“ und weil der Angeklagte „kein Mitgefühl, keine Reue und kein Bedauern hinsichtlich der Tat“ gezeigt habe, betonte die Vorsitzende.
Unter Hinweis auf seine „extreme psychiatrische Gefährlichkeit“, die ein „extremes Rückfallrisiko“ mit sich bringe, verband das Gericht die Freiheitsstrafe mit einer zehnjährigen sozialgerichtlichen Betreuung sowie einer Behandlungspflicht.
Der Jugendliche tötet am 10. Juni 2025 eine 31-jährige Erziehungsassistentin am Collège Françoise-Dolto in Nogent vor der Schule durch Messerstiche getötet worden. Sie war Mutter eines kleinen Jungen. Die Tat ereignete sich vor zahlreichen Zeugen während einer unangekündigten Taschenkontrolle der Schüler durch Gendarmen vor der Schule, die speziell darauf abzielte, mögliche Stichwaffen aufzuspüren.
Der damals 14-jährige Schüler der 9. Klasse war vor Ort von einem Gendarm überwältigt worden, wobei er diesem bei der Festnahme eine Verletzung an der Hand zufügte.














