Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung im Wald Fontainebleau
Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat gestanden, den verheerenden Waldbrand bei Fontainebleau nahe Paris gelegt zu haben. Sechs Personen wurden verhaftet.

Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat zugegeben, den Brand im Wald von Fontainebleau ausgelöst zu haben. Die Polizei nahm insgesamt sechs Personen unter dem Verdacht der Brandstiftung fest, wie der «Tagesspiegel» berichtet.
Der junge Mann, Jahrgang 2007, soll laut Staatsanwältin Diane Ngomsik in Arbonne-la-Forêt Reisig mit Feuerzeug und Benzin angezündet haben. «Er ist ein Mann, Jahrgang 2007, ein freiwilliger Feuerwehrmann in Fontainebleau, und hat keine Vorstrafen», so die Staatsanwältin.
Ein zweiter Verdächtiger soll laut der «Rhein-Zeitung» unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe zum Feuer beigetragen haben. Eine Verbindung zwischen den beiden Männern konnte den Behörden zufolge nicht nachgewiesen werden.
Fontainebleau: Tausende Hektar in Asche
Das Motiv des Feuerwehrmanns blieb zunächst unklar. Der Brand war am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochen, wie die «Rhein-Neckar-Zeitung» festhält.
Rund 2250 Hektar Fläche wurden durch das Feuer vernichtet. Etwa 800 Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden, Menschen kamen bislang nicht zu Schaden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dankte den Einsatzkräften öffentlich, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Rund 850 Einsatzkräfte und vier Löschflugzeuge standen im Einsatz.
Pilotprojekt für Frühwarnung im Wald
Laut dem «ORF» fielen seit Jahresbeginn in Frankreich mehr als 25'000 Hektar Wald Bränden zum Opfer. Das entspricht mehr als dem Doppelten des Vorjahreszeitraums.

Auch in anderen Teilen Frankreichs musste die Feuerwehr immer wieder zu Bränden ausrücken, wie der «ORF» berichtet.
Grund seien die lang anhaltende Trockenheit und die bereits dritte Hitzewelle des Jahres.












