Scholz: Es kann keinen Diktatfrieden in der Ukraine geben

AFP
AFP

Deutschland,

Unter dem Eindruck seines Besuchs in der Ukraine hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bekräftigt, dass Deutschland einen «Diktatfrieden» unter einseitig von Moskau aufgestellten Bedingungen ablehnt.

Scholz (r.) mit dem Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko
Scholz (r.) mit dem Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko - Kyiv Mayor Press-Service/AFP

Kanzler will Sanktionen gegen Russland bis zu «fairer Vereinbarung» mit Kiew. «Es kann keinen Diktatfrieden geben», sagte Scholz am Donnerstag in einem ARD-«Brennpunkt». Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin habe er bereits mehrfach gesagt, dass dessen «Vorstellung» von einem Frieden dieser Art eine «Illusion» sei.

Vielmehr müsse erreicht werden, dass Moskau sein Vorhaben abbreche, «sich einfach einen Teil der Ukraine unter den Nagel zu reissen», sagte Scholz. Die Sanktionen würden solange aufrechterhalten, bis Russland zu einer «fairen Vereinbarung» mit der Ukraine komme. Darüber könne Kiew nur selbst entscheiden, betonte der Kanzler am Rande seines Besuches in der Ukraine, bei dem er auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und dessen Bruder Wladimir traf.

Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron, der gemeinsam mit Scholz und dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi nach Kiew gereist war, betonte in Interviews, dass Kiew alleine über das weitere Vorgehen entscheide.

Auf Nachfrage eines Journalisten sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit den ausländischen Politikern, er bezweifle, dass es von Interesse sei, mit Putin zu sprechen, um den Krieg zu beenden. «Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Möglichkeit gibt, dass der Präsident der Russischen Föderation bereit ist zu hören», sagte Selenskyj in Kiew.

Es scheine, dass Putin «im Moment Entscheidungen trifft und dann mit jemandem spricht (...)», sagte der ukrainische Staatschef. Das betreffe nicht nur Macron. Der französische Staatschef, der ebenso wie Scholz öfters mit Putin telefoniert, hatte kürzlich vor allem im Osten Europas mit der Äusserung für Empörung gesorgt, Putin dürfe nicht «gedemütigt» werden.

Kommentare

Weiterlesen

Venezuela
172 Interaktionen
«Free Maduro»
Smoothie
12 Interaktionen
Vorsätze

MEHR IN NEWS

Flumserberg Lawinenniedergang
Keine Verschütteten
1 Interaktionen
Mailand
Jacques Moretti
Crans-Montana

MEHR UKRAINE KRIEG

Öltanker Hafen Meer
10 Interaktionen
Ukraine-Krieg
donald trump
76 Interaktionen
«Dem Frieden im Weg»
Donald Trump Ukraine-Krieg
793 Interaktionen
Kritik nach Treffen
Ukraine-Gespräche
793 Interaktionen
Trump: «95 Prozent»

MEHR AUS DEUTSCHLAND

22 Interaktionen
Berlin
a
222 Interaktionen
«Nicht zeitgemäss»
5 Interaktionen
Berlin
urs fischer bundesliga
5 Interaktionen
Dämpfer bei Rückkehr