So will Mediamarkt-Millionär Wal Timmy retten

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Mediamarkt-Gründer Gunz will den gestrandeten Wal Timmy retten. Ein Bagger soll ein Loch vor ihm ausheben, sodass er in tieferes Wasser gleiten kann.

    timmy
    Ein Millionär will versuchen, Timmy mit einem Bagger zu retten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mediamarkt-Millionär Walter Gunz will Timmy retten.
    • Er schlägt vor, dass ein Bagger ein Loch vor dem Tier aushebt.
    • Das zuständige Umweltministerium hat den Plan aber vorerst abgelehnt.

    Die Politik und ihr Expertenteam haben den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal Timmy aufgegeben. Rettungsaktionen seien für das kranke und geschwächte Tier eine Qual. Deshalb will man Timmy nun in Ruhe sterben lassen.

    Dagegen wehrt sich aber Walter Gunz, Gründer von Mediamarkt und Millionär. «Ich bin enttäuscht über die Mechanismen und die Bürokratie, die das Leben behindern», sagt er gegenüber der «Bild».

    Wenn nicht alle Optionen versucht würden, hinterlasse das ein komisches Gefühl. Deswegen wolle er einen weiteren Rettungsversuch finanzieren.

    «Im Leben gibt es keine Garantien. Scheitern ist immer möglich, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Ich möchte mir sagen können, dass ich alles versucht habe», so Gunz. «Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.»

    Sein Plan sieht vor, Timmy den Weg in den Ozean zu ebnen. Doch das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat das Vorgehen nach Diskussion mit dem Expertenteam abgelehnt. Die Aktion wäre eine Qual für Timmy ohne Garantie, dass er nicht sogleich wieder strandet.

    Gunz hat aber bereits angekündigt, sich dagegen zu wehren. «Ich muss mit meinem Anwalt besprechen, was noch machbar ist.»

    Falls Timmy wieder strandet, «bergen wir ihn erneut»

    Die Bagger-Idee stammt von Oliver Bienkowski von der Organisation Pixel-Helper. Er hatte den Millionär Gunz kontaktiert und um die Finanzierung gebeten. Gegenüber der «Bild» erklärt er, wie das Vorhaben hätte aussehen sollen.

    Soll die Bagger-Rettung von Timmy versucht werden?

    In einem ersten Schritt hätte Timmy Antibiotika gespritzt werden sollen, um seine Abwehrkräfte zu stärken. Anschliessend hätte der Bagger ein Loch vor Timmy ausheben sollen.

    Dadurch wäre der Schlick langsam abgelaufen und Timmy ins tiefere Wasser gerutscht. Dort hätte er ein letztes Mal untersucht werden sollen, bevor er ins Meer schwimmen könnte.

    Auf die Frage, was passieren soll, falls Timmy erneut stranden würde, antwortete Bienkowski: «Dann bergen wir ihn erneut.»

    Man müsse es einfach versuchen, sagt Bienkowski. Denn: «Wenn wir nichts tun, stirbt der Wal auf jeden Fall.»

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    Kommentare

    User #5400 (nicht angemeldet)

    Es gäbe genug anderes wo man das Geld einsetzen könnte. Aber dann ist es nicht so Medien gerecht

    User #4745 (nicht angemeldet)

    Da braucht es nicht wirklich Geld. Schon beim ersten Versuch waren die Helfer, auch die Baggerführer ehrenamtlich ohne Bezahlung. Aber beim ersten Versuch haben diese beim Wal noch den Willen bemerkt, freizukommen, der jetzt offenbar nicht mehr da ist.

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    Zu heikel
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