Fünf Migranten aus Irak, Pakistan, Algerien und Afghanistan wurden von Griechenland an die Türkei zurückgeführt.
Flüchtlinge
Flüchtlinge waschen sich an einer Wasserstelle in einem provisorischen Lager nahe dem Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos. - dpa
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Griechische Behörden haben den subsidiären Schutz von fünf Migranten abgelehnt.
  • Die Migranten wurden in die Türkei zurückgeführt.

Griechenland hat heute Donnerstag fünf Migranten in Kooperation mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex von der Insel Lesbos zum türkischen Hafen Dikili gebracht. Dabei handelte es sich laut Angaben der griechischen Polizei um Migranten, die aus dem Irak, Pakistan, Algerien und Afghanistan stammen.

Die Behörden hatten demnach die Anträge auf subsidiären Schutz dieser Migranten abgelehnt, wie es weiter hiess. Dieser Schutz wird jenen gewährt, denen in ihrer Heimat ernsthafter Schaden durch Folter, Todesstrafe oder Kriegshandlungen droht.

«Es fehlt an Personal»

Die Umsetzung des Rückführungsprogramms von Griechenland in die Türkei kommt nur langsam voran. «Es fehlt an Personal», sagte der Chef der griechischen Asylbehörde, Markos Karavias, der Deutschen Presse-Agentur. Allein auf der Insel Lesbos müssten 13'000 Asylanträge bearbeitet werden.  Auf den Ostägäis-Inseln harren zurzeit gut 19 000 Flüchtlinge und andere Migranten aus. Die Aufnahmelager sind nach übereinstimmenden Angaben von Behörden und Hilfsorganisationen restlos überfüllt.

Das EU-Türkei-Abkommen vom März 2016 sieht vor, dass alle illegal in Griechenland eingereisten Schutzsuchenden in die Türkei abgeschoben werden, wenn sie in Griechenland kein Asyl bekommen. Bislang wurden nach griechischen Polizeiangaben 1746 Menschen auf dieser Grundlage zurück in die Türkei geschickt.

Mehr zum Thema:

FrontexTodesstrafe