Die spanische Regierung findet, das Land sei bei der aktuellen Omikron-Welle über den Berg. Die Infektionszahlen und Spitalauslastungen sinken.
Salvador Illa
Salvador Illa, Gesundheitsminister von Spanien, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Moncloa/EUROPA PRESS/dpa - sda - Keystone/EUROPA PRESS/Moncloa

Das Wichtigste in Kürze

  • Spanien hat den Höhepunkt der Omikron-Welle laut der Regierung erreicht.
  • Die Infektionskurve und die Auslastung der Spitäler sinkt.
  • Die meisten der Infizierten haben nur milde Symptome.

Spanien hat den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle nach Einschätzung der Regierung überschritten. «Alles deutet darauf hin, dass die Kurve der Infektionen sinkt», sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Freitag. «Der Rückgang der Zahlen verfestigt sich von Tag zu Tag», fügte die Ministerin hinzu, mahnte aber zugleich zu weiterer Vorsicht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland ist um mehr als 300 Punkte auf zuletzt 1335 gefallen. Am Montag vergangener Woche war sie auf ihrem Höchststand. Auch der Druck auf das Gesundheitssystem nahm etwas ab.

Binnen einer Woche ging die Auslastung aller Krankenhausbetten mit Corona-Patienten von 15,2 Prozent auf 14,8 Prozent zurück. Die Auslastung der Betten auf Intensivstationen fiel von 23,3 Prozent auf 22,1 Prozent. Im selben Zeitraum wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 1100 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

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Ein Mitarbeiter des provisorischen Krankenhauses auf der Madrider Messe trägt Mund- und Gesichtsschutz. Foto: Ricardo Rubio/Europa Press/dpa - dpa-infocom GmbH

Die Mehrheit der Infizierten haben wenig Symptome

Die meisten der Infizierten weisen keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. In den vergangenen zwei Wochen seien insgesamt 1,48 Millionen Infektionen registriert worden. Davon hätten nur gut 266'000 deutliche Anzeichen einer Erkrankung entwickelt, schrieb die Zeitung «La Vanguardia».

Spanien weist eine vergleichsweise hohe Impfrate auf. Mehr als 80 Prozent haben sich zweimal impfen lassen und sind damit grundimmunisiert. 43 Prozent haben eine dritte Impfung erhalten.

Einige der autonomen Gemeinschaften Spaniens lockern inzwischen Corona-Schutzmassnahmen. So schaffte zum Beispiel Katalonien die 3G-Regel für das Betreten vieler öffentlicher Innenräume ab. Und hob und Begrenzungen bei der Auslastung von Gaststätten und anderen Veranstaltungsorten oder der Höchstzahl von Teilnehmern an Versammlungen auf. Das Nachtleben blieb aber vorerst geschlossen.

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