Papst Franziskus hat sich zum Thema Kindesmissbrauch geäussert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach von «psychologischem Mord».
Papst Vatikanstadt
Papst Franziskus schwenkt in der Vatikanstadt Weihrauch. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst Franziskus bezeichnete sexueller Kindesmissbrauch als seelischen Mord.
  • Der Papst äusserte sich bei einer Audienz für Mitglieder eines Antimissbrauchsvereines.
  • Man müsse sowohl Menschenhändler als auch Täter verfolgen, findet der Papst.

Papst Franziskus hat sexuellen Kindesmissbrauch als eine Art seelischen Mord bezeichnet. Die Taten würden etwa in Schulen, beim Sport, in Freizeiteinrichtungen und Religionsgemeinschaften verübt. Sowie bei Einzelpersonen und müssten konsequent aufgedeckt werden. Dies sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Samstag im Vatikan.

Papst Franziskus römisch-katholische kirche
Papst Franziskus winkt in die Menge. (Archivbild) - Keystone

«Kindesmisshandlung ist eine Art »psychologischer Mord« und in vielen Fällen eine Auslöschung der Kindheit», mahnte Franziskus.

Schutz vor sexueller Ausbeutung ist Pflicht aller Staaten

Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung sei eine Pflicht aller Staaten. Diese müssten sowohl Menschenhändler als auch Täter von Missbrauchsverbrechen verfolgen und bestrafen, sagte Franziskus. Der 84-Jährige kritisierte die Werbung für Kinderpornografie, die über das Internet und verschiedene Soziale Medien stattfinde.

Papst Franziskus
Papst Franziskus zeigt sich punkto Homosexualität toleranter als seine Vorgänger. Er hält aber grösstenteils an konservativen Werten fest. - dpa

Die katholische Kirche selbst steht auch immer wieder in der Kritik. Dies, weil sie Fälle von Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vertuscht hatte. Ausserdem wird ihr vorgeworfen, dass Würdenträger Vorwürfe nicht schnell genug aufarbeiten würden.

Mehr zum Thema:

Papst Franziskus Internet Vatikan Mord Papst