Fünf Tage dauerte die Flucht eines französischen Häftlings nach einer brutalen Befreiungsaktion bei Paris. Nun nahmen Fahnder den Mann und seine Begleiterin in der Umgebung von Mönchengladbach fest.
De deutsche Polizei hat den geflohenen französischen Häftling und seine mutmassliche Komplizin nahe Mönchengladbach festgenommen. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration
De deutsche Polizei hat den geflohenen französischen Häftling und seine mutmassliche Komplizin nahe Mönchengladbach festgenommen. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Einen geflohenen französischen Häftling und seine mutmassliche Komplizin hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen festgenommen.

Das berichtete am Montag ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf.

Dem Festgenommenen werde von der französischen Justiz ein Tötungsdelikt zur Last gelegt. Die Frau soll eine aktive Rolle bei seiner Befreiung gespielt haben, hiess es. Die Festnahme sei aufgrund eines Fahndungsersuchens der französischen Behörden am Sonntagnachmittag in der Umgebung von Mönchengladbach erfolgt, berichtete der Sprecher.

Suizidversuch vorgetäuscht

Bei dem Häftling handele es sich um einen 28-Jährigen, der nach einem vorgetäuschten Suizidversuch am Dienstag vor Weihnachten in ein Krankenhaus im Grossraum Paris gebracht werden sollte, berichtete der Sender BFMTV. Auf dem Parkplatz dort passte seine minderjährige Partnerin den Transport ab, bedrohte die Justizbeamten mit einem Jagdgewehr und forderte die Freilassung des Mannes. Dabei schoss sie auch, wobei die Beamten in ihren kugelsicheren Westen von der Schrotmunition aber nur leicht verletzt wurden, wie der Sender unter Verweis auf die Polizei berichtete.

Die Auswertung von Handy-Daten brachte die Fahnder demnach auf den nach Deutschland führenden Fluchtweg des Paars. Bei der Festnahme bei Wegberg sei das Paar mit einem in Frankreich zugelassenen Kastenwagen unterwegs gewesen. Die Jagdwaffe mit Munition führten sie bei sich. Der 28-Jährige war zwar in Frankreich bereits mehrmals auch wegen Gewalttaten verurteilt worden, war aber nicht als ausserordentlich gefährlich eingestuft worden. Seit Anfang Oktober befand er sich in Zusammenhang mit Ermittlungen zum gewaltsamen Tod eines 18-Jährigen in Haft.

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