Polizei in Marseille stoppt Neunjährigen am Steuer eines SUV
Die Polizei im südfranzösischen Marseille hat einen Neunjährigen am Steuer eines schweren Geländewagens gestoppt.

Einer Motorradstreife sei der SUV aufgefallen, weil er in gefährlichen Schlangenlinien über eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt gefahren sei, teilte die Polizei mit. Der Vater habe mit einem weiteren kleinen Kind auf dem Schoss vom Beifahrersitz aus das Steuer festgehalten. Niemand sei angeschnallt gewesen. Für die gefährliche Fahrstunde mit dem gut zwei Tonnen schweren SUV werde der Vater sich vor Gericht verantworten müssen, hiess es.
Bei der Fahrt mitten im nachmittäglichen Berufsverkehr habe der Geländewagen mehrfach fast geparkte Autos gestreift, berichtete die örtliche Zeitung «La Provence». Dass der Junge nicht angeschnallt gewesen sei, habe auch den Grund gehabt, dass er so überhaupt mit seinen Füssen an die Pedale habe gelangen können. «Wir haben Schlimmeres verhindert», sagte ein Polizist der Zeitung, denn die Fahrstunde hätte «einen schweren Zusammenstoss auf dieser stark befahrenen Strasse, dem Prado», auslösen können.
Während der Neunjährige schnell in die Obhut seiner Mutter übergeben wurde, ging es für den 53 Jahre alten Vater mit auf die Polizeiwache. Ihm wird Beihilfe zur Begehung einer Straftat sowie ein Verstoss gegen das Waffengesetz vorgeworfen, denn in der Ablage der Beifahrertür fanden die Polizisten ein verbotenes Springmesser.










