Plagiats-Vorwürfe: Buch der Grünen-Chefin wird nicht mehr gedruckt

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    Deutschland,

    Das Buch von Annalena Baerbock, der Grünen-Chefin, wird aufgrund von Plagiats-Vorwürfen nicht mehr gedruckt. Sie arbeitet nun an der Ergänzung der Quellen.

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    Annalena Baerbock stellt ihr neues Buch vor. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Annalena Baerbock, deutsche Grünen-Chefin, steht wegen Plagiatsvorwürfen in Kritik.
    • Ihr Buch wird nun nicht mehr verkauft.

    Die Grünen-Chefin, Annalena Baerbock veröffentlichte vor kurzem ein Buch. Aufgrund von Plagiatsvorwürfen steht dieses jedoch stark in der Kritik. Deshalb wird es auch nicht mehr gedruckt. Das habe Baerbock selbst entschieden, teilte der Ullstein-Verlag am Donnerstag in Berlin mit.

    Eigentlich hatte Baerbock angekündigt, ihr Buch «Jetzt. Wie wir unser Land erneuern» zu überarbeiten. Noch Mitte August teilte eine Verlagssprecherin auf Anfrage mit, Baerbock arbeite an der Ergänzung von Quellenangaben.

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    Annalena Baerbock und Robert Habeck vom Bündnis 90/die Grünen. - Keystone

    «Der Wahlkampf und die nachfolgenden Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen haben nicht den Raum für die notwendigen Ergänzungsarbeiten gelassen». Das erklärte Baerbock nun in über den Verlag verbreiteten Zitaten. «Es ist absehbar, dass sich dies in den kommenden Monaten nicht ändern wird.»

    Kein eBook mehr erhältlich

    Bereits gedruckte Exemplare würden noch verkauft, sagte eine Verlagssprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Nach ihren Angaben ist das eBook hingegen ab sofort nicht mehr lieferbar.

    Baerbocks Buch war am 21. Juni veröffentlicht worden. Bald darauf machte der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber auf eine Reihe von Stellen aufmerksam. An denen finden sich auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Werken.

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    Annalena Baerbock (Grüne). - Keystone

    Sowohl Baerbock als auch ihre Partei und der Verlag verteidigten das Buch zunächst. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sprach in einer ersten Reaktion sogar von «Rufmord». Den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung wiesen sowohl die Grünen als auch der Ullstein-Verlag zurück.

    Quellenangaben nur im Text

    In dem Buch gibt es keine Fussnoten und auch kein Quellenverzeichnis am Ende. Der Ullstein-Verlag erklärte im Juli, dass es aber Quellenangaben im Text gebe, die nun für mögliche weitere Auflagen ergänzt würden.

    Baerbock war dieses Jahr als Kanzlerkandidatin für die Ökopartei angetreten. Das Wahlergebnis der Grünen im September (14,8 Prozent) blieb weit unter den Umfragewerten vom Frühjahr. Die Diskussion um das Buch gilt neben Unstimmigkeiten in ihrem Lebenslauf als einer der Gründe dafür.

    Derzeit verhandeln Grüne, SPD und FDP über die Bildung einer neuen Bundesregierung. Baerbock ist als mögliche Ministerin im Gespräch. Den Parteivorsitz müsste sie nach grünen Gepflogenheiten dann niederlegen.

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